Grundsätzlich haben Ärzte das Recht auf Ablehnung eines Patienten

Sollten Kinder und Jugendliche ihre Versichertenkarte in die Schule mitnehmen? „Wenn tatsächlich mal ein Unfall oder eine Verletzung passiert, ist das Mitführen der Karte natürlich ideal“, so Volker Heiliger von der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Wer die Karte nicht dabei habe, könne aber auch die Eltern anrufen, die sie dann zur Praxis bringen könnten. Oder man reiche die Karte an einem späteren Tag nach.

Grundsätzlich ist es Ärzten erlaubt, dass sie Patienten, die ohne Versichertenkarte erscheinen, die Behandlung verweigern. Notfälle müssen immer behandelt bzw. die Versorgung durch einen anderen Arzt gesichert werden.

In Paragraf 7 der Berufsordnung der Ärztekammer heißt es: „Ärzte achten das Recht ihrer Patienten auf freie Arztwahl. Andererseits ist, von Notfällen oder besonderen rechtlichen Verpflichtungen abgesehen, der Arzt frei, eine Behandlung abzulehnen.“

In der täglichen Praxis gibt es für eine Ablehnung von Patienten vor allem zwei Gründe: wenn Ärzte schon so viele Patienten haben, dass sie keine weiteren annehmen wollen oder wenn die Sprechstunde an dem Tag, an dem der Patient in der Praxis erscheint, schon übervoll ist.