Großer Andrang beim ökumenischen Konzert

Wehringhausen..  „Lobt Gott, ihr Christen alle gleich“: Die St. Michaels- und die Paulus-Gemeinde meinten es wörtlich. Sie luden am Sonntag zum ökumenischen weihnachtlichen Konzert in die Pauluskirche ein, und der Andrang der Zuhörer war groß. Die Posaunen unter der Leitung von Herbert Terweiden schmetterten ein fröhliches „Welcome“ und teilten sich mit der Orgel die Begleitung der vielen Lieder zum Mitsingen für das Publikum. Organist Frank Förster hatte Praeludium und Fuge C-Dur BuxWV 137 von Buxtehude aufs Programm gesetzt, eine Einleitung mit virtuosen Pedal-Soli, einem springlebendigen Mittelteil und majestätischem Schluss.

Pastorale von Vivaldi

Terweiden leitete auch den Flötenkreis mit sparsamer Gestik von der eigenen Flöte aus. Kein Vergleich zu den krampfhaften „Stoßseufzern“ vieler Grundschulkinder auf dem „Notholz“: Luftig locker, mit perfekter Trennung von Melodie und Begleitung präsentierte er u.a. eine Pastorale von Vivaldi. Auch dem Kirchenchor St. Michael unter der Leitung von Tobias Fischer am Keyboard gebührt ein hohes Lob. Er bewies, dass nicht die Menge der Sängerinnen und Sänger verantwortlich für den Erfolg ist, sondern die Qualität der einzelnen Stimmen. Besonders eindrucksvoll gelang das „Christmas Lullaby“ (Wiegenlied) von John Rutter mit seinem Wechsel von Männer-und Frauenstimmen in den Strophen und dem vierstimmigen Refrain „Ave Maria“. Die Mixed Michels unter Leitung von Alexander Schwalb brachten zur Begleitung Saxophon und Klarinette mit. Sie ließen dem „Kleinen Michel“ den Vortritt. Die vier Minis sangen ein keckes Liedchen und erzielten begeisterten Applaus „außer der Reihe“. Der Satz „Kind, geboren in Bethlehem“ entwickelte sich aus einem Frauen-Solo zu immer dichter klingendem Gesamtvolumen: Gut gemacht, Mixed Michels!

Gospel-Chor Paul’s Good News

Paul’s Good News, der Gospel-Chor unter Leitung von Frank Förster, schob in den Song „Michael row the Boat ashore“ komplizierte rhythmische Strukturen ein. Den Spirituals ließ Schwalbs Chor Abasote (Alt-Bass-Sopran-Tenor), ein Ensemble aus acht talentierten Sängerinnen und Sängern mit flexiblem Stimmvolumen, traditionelle englische Weihnachtslieder folgen. Mit „Hark! The herald angels sing“ hatte Mendelssohn schon im 19. Jahrhundert die Briten begeistert. Der Posaunenchor tat sich zum Schluss mit einem Satz von Bach zu „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ mit hoch aufjubelnden Trompeten hervor. Nach lautstarkem Beifall folgten viele Konzertbesucher der Einladung zu einem Imbiss im Gemeindehaus.