„Große Namen wie Hundertwasser bringen Zahlen“

Hagen..  29 508 Besucher gab es im Jahr 2014 im Kunstquartier. Zum Vergleich: 2013 waren 38 655. Grund des damals so großen Interesses dürfte aber die Modersohn-Ausstellung gewesen sein.

Im vergangenen Jahr wurden im Osthaus-Museum zwei Sonderaus­stellungen realisiert (Christian Rohlfs sowie „Weltenbrand“ in Kooperation mit dem Historischen Centrum), im Emil-Schumacher-Museum konnten Interessierte die Sonderausstellung „Henry de Toulouse-Lautrec – Meister der Linie“ besuchen. In vier Monaten (Ende August bis Ende Dezember) wollten 9062 die Lautrec-Werk­schau sehen – die Kuratoren hatten mit einer größeren Resonanz gerechnet. Im Vergleich: Die Hundertwasser-Ausstellung im Osthaus-Museum zog in den ersten zwei Wochen nach Eröffnung 6000 Kunstinteressierte an. Aufgrund des Erfolgs hat Museumsleiter Tayfun Belgin beschlossen, das Kunstquartier auch am 1. Mai sowie am Ostermontag zu öffnen.

„Große Namen wie Hundertwasser bringen Zahlen“, resümierte Kulturdezernent Tomas Huyeng denn auch gestern im Kulturausschuss.

Auch in der Diskussion: das Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen. 2014 kamen knapp 17 000 Interessierte. „Die Besucherzahlen in Werdringen machen mir Sorgen“, erklärte ­Huyeng. Anhand der Zahlen ist deutlich zu erkennen, dass besondere Veranstaltungen, die durch das Museum auf dem Gelände des Wasserschlosses durchgeführt werden, viele Besucher anlocken. „Die Leute kommen zu Events wie dem Mittelaltermarkt oder dem Lehnstag, aber weniger ins Museum. Neue Konzepte – auch für zahlende Besucher – müssen her“.

Übrigens: Die „Lange Nacht der Kunst“ am 11. Oktober im Kunstquartier zählte 2000 Besucher. Die Veranstaltung bei freiem Eintritt wurde gemeinsam mit dem Theater durchgeführt und erhielt viel Lob.