Das aktuelle Wetter Hagen 16°C
Hagen

„Green Building“ für die Umwelt

26.01.2013 | 10:00 Uhr
„Green Building“ für die Umwelt

Hohenlimburg. Es geht zu wie in einem Bienenstock. Überall ist Leben, überall wird eingeräumt und gewerkelt, geschraubt und geputzt . Denn am Donnerstag wird der neue „Rewe“-Markt an der Bahnstraße offiziell eröffnet. Und dann müssen die 15 000 Artikel kundengerecht platziert sein. Deshalb ist bereits jetzt das neue 30köpfige „Rewe“-Team gefordert, das gegenwärtig von erfahrenen Kräften aus Dortmund unterstützt wird.

Für Marktleiter Christoph Bodewig ist die Eröffnung einerseits Neuland, andererseits schon ein bisschen Routine. Denn im Jahr 2007 hat er den Markt an der Lindenbergstraße in Elsey eröffnet. Der ist mit 1400 Quadratmetern rund 200 Quadratmeter größer, verfügt aber nicht über eine solch moderne Technik. Denn unter dem Oberbegriff „Green Building“ haben die DK-Projektentwickler Herbert Domansky und Manfred Kissing in Kooperation mit der „Rewe“ etwas geschaffen, was unter dem Aspekt des Umweltschutzes Vorzeige-Charakter besitzt.

Denn das Ladenlokal verfügt weder über einen Heizöltank noch besitzt es einen Gasanschluss. Vielmehr wird die Wärme, die den Produkten bei der Kühlung entzogen wird, herausgefiltert und dazu genutzt, das Geschäft auf eine für die Kunden angenehme Temperatur zu bringen. Sogar aus der Abluft wird die Restwärme herausgezogen und somit nicht in die Umwelt geleitet. „Bis jetzt läuft dieses System hervorragend“, zeigt sich Christoph Bodewig gespannt, wie nach einem Jahr im Vergleich zum Markt an der Lindenbergstraße die Energie- und somit die Kostenbilanz ausfallen wird.

Auch die Beleuchtung im Markt ist ein Pilotprojekt. Hier hat ein Lüdenscheider Unternehmen eine moderne LED-Technik entwickelt, die besonders wenig Energie verbraucht und somit ausgesprochen sparsam ist. Denn Energiekosten, das weiß Christoph Bodewig aufgrund seiner Erfahrung, sind in solch geräumigen Märkten gewaltig. Was er an der Bahnstraße an Kosten einsparen kann, soll in Personal investiert werden.

Am Donnerstag startet er zunächst mit 30 Mitarbeitern, die er eingestellt hat. So auch einen Metzgermeister, der die Fleisch-Theke mit frischen Produkten bestücken wird. „Seit es in der Hohenlimburger Innenstadt kein Fleischfachgeschäft mehr gibt, bin ich immer wieder darauf angesprochen worden“, trägt er den Wünschen der Bevölkerung und auch der Werbegemeinschaft Rechnung.

Einen Wunsch hat er aber auch. Die Stadt Hagen möge bis Donnerstag die angekündigte Parkscheibenpflicht umsetzen, „damit auf unserem Parkplatz das Park-and-Ride-Verhalten beendet wird.“

Von Volker Bremshey


Empfehlen
Lesen Sie auch
Kommentare
Kommentare
autoimport
Fotos und Videos
Bernd Kruel: 21 Jahre am Ball
Bildgalerie
Basketball
Phoenix siegt gegen Frankfurt
Bildgalerie
Basketball
Tödlicher Unfall auf der A45
Bildgalerie
Polizei
Bamberg gewinnt in Hagen 81:72
Bildgalerie
Basketball
Aus dem Ressort
Viele Hausärzte kurz vor der Rente
Medizin
Jeder dritte der 120 Hausärzte in Hagen ist über 60 Jahre alt. Somit steht in den nächsten Jahren in etlichen Praxen ein Eigentümerwechsel bevor. Dem Hagener Ärzteverein bereitet die Überalterung Sorgen.
Twersbraken sind Publikums-Favoriten
Soundlogo
Das Publikum hat beim Soundlogo-Voting entschieden. 3076 Stimmen gibt es für die Band Twersbraken aus Meschede. Jetzt ist die Fach-Jury gefragt
Warum es wieder mehr Fledermäuse in Hagen gibt - Interview
Tiere
In Hagen gibt es wieder mehr Fledermäuse. Zum Teil sind es gerade die Bedingungen der Großstadt, die den Tieren gefallen. Doch es gibt noch viele andere Gründe. Ralf Blauscheck, Leiter der Biologischen Station, erklärt die Entwicklung.
Immer mehr Schlaglöcher - Melden Sie uns die schlimmsten!
Schlaglöcher
Der Winter war so mild, wie er nur sein kann, daran kann es also nicht liegen. Trotzdem beobachten viele Bürger eine stetig wachsende Zahl an Schlaglöchern in den Straßen ihrer Städte und Gemeinden. Wir wollen dem Thema nachgehen - und brauchen dafür Ihre Hilfe: Melden Sie uns ihre Schlaglöcher!
CDU kritisiert Unterschriften-Aktion der SPD zu RWE-Aktien
Enervie
Nach der Ankündigung der SPD, nun Unterschriften zu sammeln für einen Kauf der derzeit noch in RWE-Besitz befindlichen Enervie-Aktien durch die Stadt, ist das Thema endgültig im Wahlkampf angekommen. Jetzt attackiert die CDU die SPD.