Gesundheit spielt nicht mehr mit

Die Schwestern Heike Walter (50) und Anita Petsch (55) werden ihr "Café Kolonial" zum 31. Juli schließen.
Die Schwestern Heike Walter (50) und Anita Petsch (55) werden ihr "Café Kolonial" zum 31. Juli schließen.
Foto: WP

Elsey..  Zufriedene Kunden, positive Geschäftsbilanzen und ein weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Name. Das „Café Kolonial“ an der Stettiner Straße hat sich binnen der letzten fünf Jahre prächtig entwickelt. Zu verdanken ist dieser Erfolg dem Ehrgeiz der beiden Schwestern Heike Walter (50) und Anita Petsch (55).

Dennoch werden die beiden Frauen ihr Geschäft zum 31. Juli schließen. Schließen müssen.

„Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Aber wir müssen das Café aus gesundheitlichen und familiären Gründen aufgeben“, erklären die Betreiberinnen ihre eher traurigen Zukunftspläne.

Viele Stammkunden gewonnen

„Das Café läuft gut, und wir haben über die Jahre viele Stammkunden gewonnen. Anders als andere Geschäftsleute müssen wir nicht wegen schlechter Zahlen schließen, sondern ausschließlich aus persönlichen Gründen“, erzählt Heike Walter. „Das ist leider nicht zu vermeiden.“

Die beiden Schwestern wünschen sich nun einen würdigen Nachfolger, der das Café übernimmt. „Es wäre schön, wenn wir jemanden finden würden, der das, was wir aufgebaut haben, weiterführen wird.“ Sollte es uns nicht gelingen, jemanden zu finden, müssen wir am 31. Juli um 18 Uhr die Türen für immer schließen“, blicken die Frauen in eine ungewisse Zukunft.

„Die Zufriedenheit der Kunden hat uns immer am Herzen gelegen und das wird auch bis zum Ende so sein“, versichert Anita Petsch.

Gutschein bis Juli einlösen

Aus diesem Grund weisen die beiden Frauen darauf hin, dass jene Gutscheine, die noch nicht eingelöst wurden, bis zum Juli genutzt werden sollten. Eine Auszahlung des Gutscheinbetrags ist nämlich nicht möglich.

Rückblickend bleibt die Zeit an der Stettiner Straße für die beiden ambitionierten Schwestern, die mit viel Enthusiasmus in dieses Abenteuer der Selbstständigkeit gestartet waren, ein schöner Traum. Diesen hätten sie gerne noch weiter geträumt. Doch die Realität hat sie aufwachen lassen.