Geringere Lebenserwartung

Hagen..  Der Anteil jugendlicher Raucher ist in Hagen zurückgegangen und in Hagen sind gegenüber dem Landesdurchschnitt 45 Prozent weniger Menschen durch Verkehrsunfälle zu Tode gekommen. Das sind Erkenntnisse, die auf der 14. Hagener Gesundheitskonferenz Thema waren. Andererseits ist in der Volmestadt die Lebenserwartung geringer (Männer 1,7 Jahre und Frauen 0,8 Jahre) als im NRW-Schnitt und bei den so genannten vermeidbaren Sterbefällen von ischämischen Herzkrankheiten, verursacht durch eine verminderte Blutzufuhr und den dadurch entstehenden Sauerstoff- und Nährstoffmangel, um zwei Drittel erhöht. Hier sollten verstärkt Präventionsmaßnahmen zu Bewegung, Ernährung, Stress sowie Nikotinvermeidung greifen.

Die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit und Verbraucherschutz bei der Stadt Hagen, Dr. Claudia Sommer, informierte über die Verlängerung des so genannten Gütesiegels MRE (multiresistente Erreger) für Akutkliniken. Derzeit wird geprüft, ob die Krankenhäuser St. Marien, St.-Josefs, St.-Johannes, die Helios-Lungenklinik Ambrock und das Evangelische Krankenhaus Haspe eine Verlängerung des bereits erworbenen Siegels erhalten.

Die Frauenberatungsstelle berichtete über die Weiterentwicklung des Programms „Gewinn Gesundheit“, dessen Ziel es ist, den medizinischen Bereich zum vernetzten Vorgehen bei häuslicher Gewalt stärker einzubeziehen. Bereits 20 Ärzte aus Hagen beteiligen sich laut der Beratungsstelle daran.