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Autohof

Gericht befasst sich mit dem neuen Autohof in Hagen-Bathey

17.02.2012 | 12:02 Uhr
Gericht befasst sich mit dem neuen Autohof in Hagen-Bathey
Foto: WR

Hagen/Arnsberg.   Sie stehen mit ihren Lkw an den Straßenrändern oder blockieren die Autobahnparkplätze rund um Hagen - seit Jahren ist die Stadt auf der Suche nach dem Standort für einen Autohof, auf dem Brummifahrer rasten können. Dass der ausgerechnet in Bathey auf dem Gelände der ehemaligen Spedition Lueg an der Straße In der Krone entstehen soll, stört nicht nur direkte Anwohner.

Aufgrund der jetzt schon sehr hohen Verkehrsbelastung auf der Wandhofener und der Dortmunder Straße als Zubringer zur A 1 laufen die Bürger aus dem Bereich Sturm gegen das geplante Großprojekt, das jetzt auch das Arnsberger Verwaltungsgericht beschäftigen wird. Zumal eine weitere Verkehrsbelastung durch den Bau eines Cargo-Beamers (Umladestation für Sattelzüge auf die Bahn) am nahen Hengsteysee auf dem Gelände des ehemaligen Nasslagers entstehen könnte.

Am 29. Februar 2012 wollen sich die Arnsberger Verwaltungsrichter, die sich in diesem Jahr wieder mit zahlreichen weiteren baurechtlichen Nachbarklagen auseinandersetzen müssen, nun die Situation vor Ort unter die Lupe nehmen. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so lange dauern wird“, wunderte sich gestern Kläger Uwe Schulte, der schon vor einem Jahr über seinen Rechtsanwalt in Arnsberg vorstellig wurde. Denn als Anwohner In der Krone befürchtet er eine unerträgliche Belastung durch Lärm und Abgase, die die an- und abfahrenden Lastwagen Tag und auch in der Nacht mit sich bringen werden. Ein Autohof mit Tankstelle, Re-staurant und 140 Parkplätzen ist rund um die Uhr geöffnet.

Gutachten fehlt

Dass nunmehr Bewegung in das Klageverfahren kommt, das hatte Hagens Verkehrsplaner Hans-Dieter Schumacher der zuständigen Bezirksvertretung Nord vor ein paar Tagen mitgeteilt. „Es gibt für den Bau eines Autohofs einen Bauvorbescheid, der aber mit der Klage nichts zu tun hat. Allerdings muss ein Investor vor einer endgültigen Genehmigung ein Gutachten beibringen, das die verkehrliche Situation darstellt. Das ist bislang noch nicht geschehen. Wir nehmen an, dass hier erst einmal die gerichtliche Entscheidung abgewartet wird.“

Bislang, so Kläger und Anwohner Uwe Schulte, habe es auf dem Lueg-Gelände noch keine Bewegungen gegeben. Auch die alten Hallen wurden bislang nicht angetastet, obwohl der Hagener Projektentwicklungs GmbH (Hapro) für den Abriss in dem Industriegebiet eine Genehmigung vorliegt.

Andreas Reitmajer

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Kommentare
21.02.2012
11:25
Gericht befasst sich mit dem neuen Autohof in Hagen-Bathey
von Jo-IT-Maen | #25

der grund das lkw von der straße sollen ist vorgeschoben,auf einer der letzten bv-sitzungen ist von der stadt bestätigt worden das der investor vielleicht kein autohof mit ca.60 lkw-parkplätzen baut sondern ein autoreisecenter mit hotel.in diesem fall werden noch 5-6 stellplätze für lkw vorgehalten,ob dann der lärmschutz so kommt wie geplant sei mal dahin gestellt.ist ja kein autohof mehr und so kann man das geld für die lärmschutzwand sparen.

19.02.2012
10:54
Gericht befasst sich mit dem neuen Autohof in Hagen-Bathey
von erbsenzaehler | #24

Ich habe mir die Lage des Grundstücks nur auf der Karte angeschut, kenne also die Gegebenheiten vor Ort nicht vom ansehen her.
Aber sich unmittelbar neben der A1 vor einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu fürchten, hat für mich persönlich schon eine gewisse Komik.

Ich kenne die Planung nicht. Aber ich kann mir vorstellen, daß dieser Autohof direkt an die Wandhoferner Str. angebunden wird. Wenn dann noch Richtung Nachbarn ein mit Efeu bepflanzter Lärmschutzzaun gebaut wird, müßten doch alle Beteiligten gut miteinander auskommen.

Vor kurzem war ein Bericht in der WR, in dem ein Experte in Rente einen Vorschlag zu einer Verlegung der Ab-/Auffahrt der A1 in Fahrtrichtung Köln machte. Diese sollte in den Kreuzungsbereich Wandhofener / Dortmunder Str. verlegt werden. Für mich als Laien klang dies sehr schlüssig. Wenn man diesen Vorschlag gleich mit umsetzt, sollte auch hinsichtlich des Verkehrflusses viel gewonnen sein.

Schönen Sonntag!

18.02.2012
22:19
Autohof auch interessant für Berufspendler.
von Pelzbohne | #23

So ein Autohof kann auch interessant sein, für Berufspendler die in Fahrgemeinschaften zu Arbeit fahren! Auf so einem Autohof kann man auch ganz gut, sicher und bequem sein Auto abstellen um dan mit einer Fahrgemeinschaft weiter zufahren. Praktisch nicht nur für LKW-Fahrer!

18.02.2012
21:42
Âlle Kommentare lesen hilft !!!
von Pelzbohne | #22

Lieber Spatzenfreund,
hätten sie alle Kommentare und Hintergrundinformationen von Mir und anderen Usern gelesen, würden Sie auch verstehen worum es hierbei in diesen Artikel in wirklichkeit geht !!!

Nochmal zur Info!:

1. Das Bundesverkehrsministerium favorisiert (private) Autohöfe weil Sie u.a. das problem sieht das LKW-Fahrer die vorgschriebenen Ruhezeiten nicht einhalten können durch zu wenige Stellplätze für LKWs an Autobahnen.

2. Die momentane Gesamtsituation im Hagener Norden insbesondere auf der Dortmunderstr./Wandhofenerstr. resultiert aus der veralteten Straßenführung und der momentanen Überlastung der A45.

3. Ihre Argumentation über einen zu großen "Reklamemast" in einem Mischbebaungsgebiet wo nur rund 6 Wohnhäuser stehen kann ich nicht nachvollziehen!

4. Die SIHK-Südwestfalen drängt sogar zu einem Ausbau der heimischen Autobahnen um die heimische Wirtschaft u.a. weiterhin konkurrenzfähig zubelassen, und zu Autobahnen gehören auch Rasthöfe Rastplätze und Autohöfe!

18.02.2012
20:24
Gericht befasst sich mit dem neuen Autohof in Hagen-Bathey
von spatzenfreund | #21

ich habe nichts gegen einen cargobeamer-anschluss, der würde ja noch zu den vielen hier bereits angesiedelten speditionen passen, aber ein autohof??? am besten noch mit einem riesen reklamemast wie mcdoof in hohenlimburg, das verschandelt das ganze ortsbild. in frage käme der autohof ja wohl nur für die a1, dabei ist der rastplatz richtung westhofen nicht allzu weit entfernt. wer fährt denn von der a45 nach boele zum autohof? niemand,da viel zu weit. gibt es denn kein passenderes gelände entlang der a1? und das areal ist auch zu klein, es gibt bestimmt einen rückstau wartender lkw oder pkw. und an der verbandstraße wird rege weiter gebaut, um noch mehr speditionsgewerbe anzusiedeln. die sattelschlepper von den steinbrüchen und die lkw der speditionen verursachen staus, lärmbelästigungen und straßenschäden. macht hagen nur noch lebenswerter! mitdenken hilft manchmal...

18.02.2012
14:47
A45 Neue Lennetalbrücke
von Pelzbohne | #20

Wenn die Lennetalbrücke abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt wird, wird vorher eine Behelfsbrücke gebaut so das der Verkehrsfluss der A45 vorerst nicht wesentlich behindert wird! So eine fertigstellung einer Behelfsbrücke kann man momentan an der A57 bei Dormagen besichtigen! Nicht zu vergessen ist auch das die SIHK Südwestfalen den Ausbau der heimischen Autobahnen sogar fordert, damit die Wirtschaft in unserer Region, weiterhin konkurrenzfähig und attraktiv bleibt. Zu den Ausbau der Autobahnen gehören nunmal auch Rasthöfe, Autohöfe und Rastplätze! Wer sich also gegen solche Baumaßnahmen stellt, der stellt sich auch gegen den erhalt und den wachstum der regionalen Wirtschaft!

18.02.2012
14:02
Nur eine Phase!
von Pelzbohne | #19

Wie schon gesagt ist die Hauptproblematik auf den Straßen und Wohngebieten im Hagener Norden nur Temporär und hat mit dem geplanten Autohof und Cargo-Beamer nur wenig zu tun!

Das Adjektiv temporär hat die Bedeutung „nur eine gewisse Zeit dauernd“, „vorübergehend“, „zeitweise“. Es ist dem Substantiv „Tempo“ in dessen ursprünglicher Bedeutung zugeordnet. Entlehnt im 17. Jahrhundert aus dem italienischen tempo, dieses aus dem lateinischen tempus („Zeit“, „Abschnitt“), war damit „Zeit“, „Zeitabschnitt“ gemeint.

Was zuerst da war, Haus oder Autobahn zählt heute in unserer Gesellschaft und Städteplanung so gut wie garnicht! Nur noch in Ausnahmefällen die aber hier in diesem Fall nicht gegeben sind!

18.02.2012
13:17
Gericht befasst sich mit dem neuen Autohof in Hagen-Bathey
von Volmejunge | #18

Einst war dort eine große Spedition. Laufend kamen schwere Lkw. wurden abgestellt, umgeladen oder repariert und entfernten sich dann wieder.
Was wäre nun bei dem geplanten Autohof gegenüber früher anders? Nichts!! Es gäbe aber in Hagen mehr Arbeitsplätze und höhere Steuereinnahmen.
Infrastruktur, Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit sprechen deutlich für einen neuen
Autohof.

18.02.2012
13:17
Gericht befasst sich mit dem neuen Autohof in Hagen-Bathey
von GegenRealitaetsverweigerer | #17

Die Häuser waren aber wohl schon lange vor der A1 da, demnächst wird die Feithstraße und der Boeler Ring vor Verkehr explodieren, wenn die A45-Brücke abgerissen wird.....und man baut noch was dazu....sollen sich die Nachbarstädte doch drumm kümmern.

Hätte man von Anfang an Neubaustraßen wie Buschmühlenstr. und Feldmühlenstr. mit Parkstreifen für LKW gebaut, gäbe es diese Probleme nicht. Von der LKW-Maut sollten Anwohner dann Entschädigungen erhalten.

18.02.2012
12:49
Die lebende Stadt.
von Pelzbohne | #16

Wer in einer lebenden Stadt wohnt und lebt, der muss auch mit Veränderungen, Probleme und Lösungen rechnen! Es gibt Gebiete im Stadtgebiet wo auch Industrieflächen verschwinden, Brachflächen renaturiert werden oder ganz einfach Flächen ihrer vorherigen bestimmung abgeändert werden. Dies gehört einfach zu einer funktionierenden Zivilisationsgesellschaft und traurig wenn es nicht so wäre! Man muss sich dem Geist der Zeit beugen und das in seinem Lebenslauf mit einplanen. Wer dies nicht will oder kann, der sollte wegziehen oder weiterhin in eine Höhle im Wald wohnen!

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