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Ruhr.2010

Gemeinsame Ausstellung von sechs Künstlern

10.03.2010 | 18:10 Uhr

Breckerfeld. „Im besten Sinne des Wortes lokale Helden” nannte Dr. Monika Willer die Protagonisten, deren Werke vorgestern in der evangelischen Jakobus-Kirche der Öffentlichkeit präsentiert wurden: Sechs Breckerfelder Künstler, die sich nicht kannten und nun dank Ruhr 2010 gemeinsam austtellen.

So konnte die Kulturredakteurin ihre Begeisterung nicht verhehlen angesichts der ganz unterschiedlichen Kunstformen, für die die Künstler stehen. Eine von ihnen ist Ruth Vierhaus: „Aus der Beschäftigung mit der informellen Kunst, wie sie durch den Hagener Maler Emil Schumacher so wegweisend geworden ist, hat sie ihre eigene, unverwechselbare Bildsprache gefunden”, so Willer. Die Bilder spiegelten einen Schaffensprozess, der stark von konzentrierter Spontaneität geprägt sei.

Eine Reihe von Tierporträts stammen aus der Feder von Cornelia Breitbarth: „Dass hier neben dem Hahn vor allem exotische Tiere ausgestellt sind, passt auch sehr schön zur Aktion Wandern für die Andern”, fand die Expertin. Gerhard Kohlmeier seinerseits hat eigene Kinderzeichnungen in den Kontrast gestellt zu der aktuellen Darstellung eines Kindersoldaten: Der Gegensatz zwischen behüteter Kindheit einerseits und den Erfahrungen eines Kindes, das als „Kanonenfutter” in den Krieg geschickt werde, könne deutlicher nicht herausgestellt werden.

Beeindruckend auch die Fotografien von Joachim Schwingel, die im Jeki-Projekt entstanden sind und musizierende Kinder zeigen. Fotografien auch sind die Exponate von Julian Schuster. Dessen Bilder eröffneten ganz neue Sichtweisesn auf Architektur, so Willer, und zeigten außerdem Menschen, die ungewöhnliche Dinge in dieser Architektur tun.

Konstantin Kardonas schließlich schafft Ikonen: „Sie basieren auf uralter Tradition und schaffen auf dieser Basis aber ständig neue Motive”, verwies Willer etwa auf die Partnerstadt-Ikone oder auf eine Arbeit, die auf dem Ausspruch von Papst Benedikt XVI. basiere: „Ich bin der demütige Arbeiter im Weinberg des Herren.”

Man kann sich die aktuelle Ausstellung noch bis Ende des Monats ansehen. In dieser Local-Hero-Woche ist die Kirche jeweils von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr geöffnet, dafür sorgen ehrenamtliche Helfer.

Annette Siebert

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