Gemeinde lässt Karneval wieder auferstehen
27.02.2011 | 16:46 Uhr 2011-02-27T16:46:00+0100
Breckerfeld.(OE) Kleine und große Narren hatten am Samstag in Breckerfeld das Sagen. Während der TuS vor allem Geister und Vampire zum traditionellen Kinderkarneval ins Schulzentrum lockte, lud die katholische Kirchengemeinde erstmals ins Gemeindehaus.
Für beste Stimmung sorgten dort Moderator Leander Vedder, Thomas Freitag an der elektronischen Orgel und viele Gemeindemitglieder durch ihre Auftritte auf der Bühne. Der Saal konnte die vielen kostümierten Narren kaum fassen.
Die „Sitzung“ startete mit einer parodiehaften Aufführung des Märchens „Aschenputtel“ – in der gelungenen Kurzfassung aufgeführt von Kindern der Gemeinde. Sie endete mit dem ökumenischen Auftritt der Pastoren Claus Optenhöfel und Gunter Urban: Gunter Urban kam als „Sänger Heino“ zu Besuch in die Hansestadt, um bei Claus Optenhöfel die Beichte abzulegen, vom Saal mit viel Beifall bedacht. Sein Solo im Heinostil mit „Blau, blau blüht der Enzian “ beendete das offizielle Programm.
Hagener nur noch im Museum
Dazwischen gab es muntere Szenen, vorgetragen von Eigengewächsen der Gemeinde. Die Morgengymnastik mit Radio Baden-Baden, in dessen Programm sich ab und an ein Kochkursus des WDR einschaltete, begeisterte ebenso wie das Gespräch zweier Babys. Gekonnt glossierte Maria Siepmann das Verhältnis der Hagener zu den Breckerfeldern: „Die ,die Breckerfeld einst als ,Kaff’ verspotteten, ziehen heute zu uns aufs Land.“ Der letzte Hagener werde bald im dortigen Museum ausgestellt, denn: „Bei uns auf’m Land, da lässt sich leben.“
Walburga Hausmann glänzte in Stil und Sprache des Schweizer Kabarettisten Emil als Aushilfe in Optenhöfels Pfarrbüro. Es gab Beiträge zum Mitsingen und Schunkeln.
0mitdiskutieren