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Kostenexplosion

Geld reicht nur noch für ein Mini-Tierheim

17.06.2009 | 17:11 Uhr
Geld reicht nur noch für ein Mini-Tierheim

Dem geplanten Tierheim an der Hasselstraße in Eilpe droht die Abspeckung auf eine Mini-Lösung. Nach Kalkulationen der Stadt kann nur noch eine Fläche von knapp 10.000 Quadratmetern überplant werden.

„Dafür stehen wir nicht zur Verfügung”, lässt die Vorsitzende des Hagener Tierschutzvereins, Ursula Kalhöfer-Sander, keinen Zweifel, dass sie für diese Variante die gesammelten Spendengelder von 525 000 Euro nicht zur Verfügung stelle.

„Von Anfang an ist mit uns über eine Fläche von 19 000 Quadratmetern verhandelt worden”, zückt die engagierte Tierschützerin und Bürgermeisterin Brigitte Kramps einen städtischen Bauplan vom September 2007, auf dem ein entsprechend üppiges Areal bereits markiert ist. Ebenso kalkuliert Baudezernent Thomas Grothe in einer Verwaltungsvorlage aus dem Januar 2008 mit 19 485 Quadratmetern. Eine Fläche, die der Tierschutzverein in seinem bei der Stadt vorgelegten Vertragsentwurf aus August '08 aufgriff und dem seitdem auch nie widersprochen wurde.

Bis Ursula Kalhöfer-Sander bei einem Besuch an der Hasselstraße kurz nach Ostern von einem dort noch angesiedelten Unternehmer erfuhr, dass die Stadt die Fläche halbiert habe und er somit verbleiben könne. Eine für die Tierschützer überraschende Entwicklung: „Das ist ja kaum mehr als am Kratzkopf - dafür brauchen wir gar nicht erst anzufangen”, fordert Kalhöfer-Sander nicht nur Auslaufflächen für Katzen und Hunde, sondern auch für Nutztiere: „Vor allem Amtstierärzte haben Probleme, beschlagnahmtes Vieh unterzubringen.”

In ungezählten Gesprächsrunden wurden die Kosten für das Tierheim zuletzt bis auf 1,7 Millionen Euro runtergerechnet. Doch eine Feinkalkulation des Fachbereichs Immobilien aus dem Februar hat ergeben, dass selbst für die Mini-Lösung 2,24 Mio. Euro veranschlagt werden müssten. Hauptursache für diese Kostenexplosion ist der verwahrloste Zustande des Geländes, auf dem Schutt und Stahlbetonfundamente eine Bebauung erheblich erschweren.

„Für einen Ausbau des gesamten Geländes reicht unser Geld nicht”, macht Baudezernent Grothe deutlich, dass die finanzielle Situation der Stadt ein Tierheim auf der ursprünglich auch im Bebauungsplan angedachten 19 000-Quadratmeter-Fläche aktuell keinesfalls zulasse. Innerhalb der nächsten zwei Wochen will er in einem Gespräch mit dem Tierschutzverein diskutieren, wie ein Konzept aussehen könnte, dennoch die Auslaufflächen für Tiere auszubauen und zu bewirtschaften. Die Mehrkosten liegen bei etwa 200.000 bis 300.000 Euro. Schwierige Gespräche, wie Ursula Kalhöfer-Sander bereits andeutet: „Ich fühle mich bei den Spendern im Wort, mit dem neuen Tierheim die Situation der Lebewesen nachhaltig zu verändern.”

Martin Weiske

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Kommentare
20.06.2009
21:24
Geld reicht nur noch für ein Mini-Tierheim
von Der Checker | #20

Es gibt doch genug Grünflächen in Hagen.Warum muß das Tierheim in so einer verseuchten Ecke gebaut werden.
Außerdem könnten sich unsere Politiker im Land oder Bund sich mal dafür einsetzen ein bischen Kohle nach Hagen zu holen.Jedes Kuhdorf in den neuen Bundesländern bekommt sowas hin.

18.06.2009
16:32
Geld reicht nur noch für ein Mini-Tierheim
von Van Helsing | #19

Wenn man sich die Pläne der Bahnhofshinterfahrung genauer betrachtet, muss doch noch genug Geld im Steuersäckel vorhanden sein.
Die Inhaber von Hawker-Varta bekommen genug Knete für ihre leerstehenden Hallen, die man sowieso nicht mehr braucht
und für die Ruinen Wehringhauserstr./Rehstr. finden sich bestimmt auch noch möglichkeiten, diese dem Steuerzahler aufs Auge zu drücken.
Den Schrott, den das Baudezernat in den letzten Jahren fabriziert hat, wie
nachträglicher Kreisel in Boele,
leerstehende Büros am Graf v. Galen Ring,
Parkleitsystheme, Westfalenbad, Museumsinsel,
Kreisel in Vorhalle mit innenliegender Abbiegespur und Ampelanlage, etc., etc.,
hat bestimmt auch Millionen gekostet.

Wer sagt denn, dass die Hagener einen geschassten Beigeordneten weiterbezahlen müssen?
In anderen Kommunen gibt es dafür Versicherungen.

Hat in Hagen wohl etwas mit Parteibuch zu tun.

18.06.2009
16:12
Geld reicht nur noch für ein Mini-Tierheim
von buemi | #18

Der Wunsch besteht zu Recht :Bitte BEWAHRT UNS VOR EINEM OB WEBER!! Ja, ich stimme zu, das ist der Untergang! Es wird aber genau so kommen. Der einzige Hagener OB-Kandidat, der dauernd von sich lesen läßt und dessen Partei bereits jetzt Wahlkämpft (gestern hatte ich ein kleines SPD-Faltblatt im Briefkasten) ist Jochen Weber. ALLES ANDEREN SERIÖSEN PARTEIEN FINDEN NICHT STATT!! Die haben wahrscheinlich Schiß angesichts der desaströsen Lage. Der endgültige Bankrott ist nicht mehr aufzuhalten.

18.06.2009
14:43
Geld reicht nur noch für ein Mini-Tierheim
von Rolandus | #17

Als Otfried Preußler Bei uns in Schilda schrieb und die Schildbürger ersann, dachte er, das weiß man nun, an die Stadt Hagen.

Immer wieder gibt es politisch und verwaltungstechnisch einzigartige Fälle und Entscheidungen, welche nicht einmal für die Mehrheit der Hagener Bürger nachvollziehbar sind.

Sicherlich gibt es hier viele Mißstände anzuprangern und ich möchte mich nicht dazu herablassen dieser oder einer anderen Dringlichkeit Priorität einräumen zu wollen-
faktisch kommt es in diesem Fall dennoch einem Skandal und einer Verhönung der bereitwilligen Spender gleich, wenn seitens der Verantwortlichen nun das geplante Grundstück auf die Hälfte der Quadratmeter reduziert und so getan wird, als wäre nie von einem größeren, passenderen Areal die Rede gewesen.

Nicht nur der allgemeine bauliche Zustand des Tierheimes, sondern auch die extrem beengte Unterbringung der Tiere ist seit langem ein Mißstand, der umgehend beseitigt werden muss.
Eine weitere Verschleppung der Baumaßnahmen durch Fehlkalkulationen seitens Herrn Grothe ist zwar charakteristisch für unsere Politiker, bleibt aber unter normalen Gesichtspunkten immer noch skandalös!

18.06.2009
13:49
Geld reicht nur noch für ein Mini-Tierheim
von ruhrpottengelchen | #16

Wenn das kleinere Tierheim gebaut wird dann haben die Tiere wieder einmal verloren.

18.06.2009
13:38
Geld reicht nur noch für ein Mini-Tierheim
von Sonnenblume188 | #15

Wenn man die Pressemitteilungen der letzten Monate verfolgt, stellt sich die Frage, WANN erfolgt endlich eine konstruktive und akzeptable, definitive Entscheidung der Stadt für das neue Tierheim - in geeigneter Größe? Tiere brauchen Auslauf und es muß doch - bereits aus Kostengründen - auch auf Langfristigkeit, für möglichst viele Tiere ausgelegt sein.
Die armen Kreaturen sitzen in dem bisherigen Tierheim auf kleinstem Raum, eingezwängt in Käfige, oder zusammengepfercht in einem überhitzen Container.
Wieder soll es lt. jüngster Pressemeldungen neue Besprechungen geben. Es ist doch unverantwortlich, solange zu warten, bis vielleicht die Spendengelder des Tierschutzvereins zurückgezogen werden. Ohne dieses enorme Engagement der Spender und des trotz großer Schwierigkeiten nicht aufgebenden Tierschutzvereins gäbe es wenig Hoffnung auf Hilfe für die Tiere.
Wir können nur immer wieder an die Verantwortlichen der Stadt appellieren, schnellstens eine geeignete Entscheidung zu treffen, für ein neues Tierheim in ursprünglich zugesagter Größe und nicht immer wieder neue Verzögerungen aufzubauen!

18.06.2009
13:35
Geld reicht nur noch für ein Mini-Tierheim
von hagen585858 | #14

Bitte bewahrt uns vor Weber als OB! Dann können die unfähigen Dezernenten weiter machen wie bisher.

Meiner Meinung nach ist alles besser als das bisherige Tierheim am Kratzkopf. Dann können eben nicht so viele Abgabetiere mehr aufgenmmen werden ....

18.06.2009
13:17
Geld reicht nur noch für ein Mini-Tierheim
von hagi2 | #13

Der Zustand des für den Tierheim-Neubau vorgesehenen Geländes muß der Stadt Hagen doch bekannt sein. Oder ist keiner für die Kontrolle städtischer Immobilien zuständig ? Kann man die Verursacher der bösen Überraschung nicht mehr zur Rechenschaft ziehen ? Jeder Hagener Bürger muß doch auch für seine Müllentsorgung zahlen. Nur weil die Stadt in der Hasselstr. versäumt hat zu kontrollieren, sollen jetzt wieder wir Bürger bzw. der Tierschutzverein zur Kasse gebeten werden. Dies ist schlichtweg eine Unverschämtheit ! Die Stadt Hagen ist aufgerufen, ihren Pflichten korrekt nachzukommen, dann wäre schon mancher EURO gerettet !! Die Hagener Bürger und Unternehmen haben eine große Summe für ein neues Tierheim mit entsprechender Ausstattung und Gelände gespendet und nicht für eine Minimalversion - geschämt für die Zustände am Kratzkopf haben wir uns lange genug !

18.06.2009
12:54
Geld reicht nur noch für ein Mini-Tierheim
von smartyy | #12

Einen Dezernenten rausschmeissen wegen unfähigkeit? Klar geht das. Muss nur vom Rat so beschlossen werden. Allerdings fährt Hr. Grothe auf Ticket der SPD und ob Hr. Weber im den Laufpass gibt, ist fraglich. Wird es sicher auch als neuer OB ..Gott bewahre uns davor, nicht tun.
Ach so, ein Dezernent geht mit 2/3 seiner Bezüge, wenn er vorzeitig aus dem Amt entlassen wird.

Aber zurück zum Thema. Ein Tierheim ist keine Kommunale Aufgabe! Wir haben 2 Mio. Euro für ein Tierheim, aber uns fehlen 100 000,- Euro für die Kinderambulanz bei Kindeswohlgefährung. Spiegelt das unsere Gesellschaft wieder? Sind uns Tiere wesendlich mehr Wert als Kinder?

Ein Tierheim mit 19 000 m³ , das sind fast zwei Fußballfelder, ist Luxus! Wir geben jedem Tier mehr Platz, als unseren Kindern in der Familiären Wohnung.
Frau Brigitte Kramps kostet der Stadt eine Menge Geld als Bürgermeisterin und Ratsmitglied. Noch mehr kostet sie dem Bürger durch ihren Lobbiesmus für die Tiere.
Ein Tierheim ist gut und wichtig. Aber es muss im Rahmen bleiben und bezahlbar.

18.06.2009
10:49
Geld reicht nur noch für ein Mini-Tierheim
von Bauzeichner | #11

Lasst doch einfach Meier + Partner, wie immer, einen kleinen Plan zeichnen. Dann im Rat abstimmen lassen und schon steht das neue Tierheim!
Aber, aber, Brigitte Kramps, frag doch einfach Deinen Wilfried, der sagt Dir wie es geht !

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