Gefahr für Stadtentwicklung
15.04.2010 | 17:42 Uhr 2010-04-15T17:42:00+0200
Hagen. Immer mehr Spielhallen und Wettbüros drohen die Stadt zu verschandeln.
Obwohl die Stadt die Steuern für Geldspielgeräte erhöht hat, liegen immer neue Anträge auf Einrichtung von Spielhallen vor. „Was hier abgeht, ist nicht mehr hinzunehmen”, stöhnt Mitte-Bezirksbürgermeister Jürgen Glaeser.
„Spielhallen bzw. Wettbüros schießen wie Pilze aus dem Boden”, hat Glaeser beobachtet. Und längst nicht nur in der Innenstadt, sondern vermehrt in den Randbezirken der City bzw. in den Stadtteilzentren. Was der Hasper Ratsherr Jochen Weber schon im Januar angeprangert hatte. Passiert ist seither freilich nichts. Vielmehr liegen immer neue Anträge auf Nutzungsänderung früherer Läden, Kaufhäuser, Büros, Kneipen oder Kinos vor.
Automatencenter
Jüngstes Beispiel ist der Antrag auf Umbau des ehemaligen „Gloria”-Kinos in der Straße Am Hauptbahnhof bzw. Graf-von-Galen-Ring in ein Automatenspielcenter. Die Räumlichkeiten sollen in fünf Einzelspielhallen im Erd- und Kellergeschoss aufgeteilt werden. Die Verwaltung hat dem Vorhaben bereits zugestimmt, weil es den Festsetzungen des Bebauungsplans entspreche. „Zu verhindern wäre es nur über die Stellplatzfrage”, hofft Bezirksbürgermeister Glaeser immer noch. Aber auch diese Hoffnung ist äußerst gering. Denn die erforderlichen Stellplätze will der Antragsteller auf einem Grundstück der Deutschen Bahn nachweisen. Übergangsweise will er das Problem mit einer Stellplatzablöse-Vereinbarung regeln.
Juristisch kann die Stadt derzeit kaum gegen die Antragsflut ankämpfen. Was vor allem daran liegt, dass die Verwaltungsgerichte derzeit in der Sache nicht entscheiden. Und zwar sicherlich so lange nicht, wie die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aussteht, bei dem entsprechende Klagen anhängig sind.
Inflationäre Ausbreitung
Dennoch will die Bezirksvertretung Mitte nichts unversucht lassen, um die inflationäre Ausbreitung von Spielhallen und Wettbüros einzudämmen. Jürgen Glaeser: „Wir wollen die Verwaltung auffordern, alle städtebaulichen, ordnungspolitischen oder sonst möglichen Mittel auszuschöpfen, um die Ansiedlung von solchen Etablissements einzudämmen.”
Warum Spielhallen und Wettbüros derzeit so boomen, darüber macht sich der Bezirksbürgermeister so seine eigenen Gedanken: „Da ist wohl viel Geld unterwegs.” Aber dieses Problem steht für ihn nicht im Vordergrund: „Es geht einfach darum, dass derlei Einrichtungen eine sinnvolle Entwicklung in den Stadtteilen verhindern.”
21:25
Dier Ursache der Daddelhalleninvasion liegt wohl eher darin begründet, dass sich Hagen immer mehr proletarisiert, bzw. verunterschichtet, oder glaubt irgendjemand, das irgendwer, der auch nur ein bisschen Hirn und Bildung im Kopf hat, seine Zeit und sein Geld in solchen Etablissements verplempert, denn die Gewinnchancen bei solchen Automaten, die da aufgestellt werden liegen ja eindeutig beim Betreiber, ansonsten würde sich das Ganze auch garnicht lohnen. Man muss also schon ganz schön intelligenzbenachteiligt sein, da auch nur für einen Augenblick einen Fuß reinzusetzen.
17:38
für das gloria war ma ein liveclub geplant..der aber absolut von der stadt abgelehnt wurde und mit imensen auflagen verhindert wurde.. kann ich nur sagen selbst schuld !!!!!
15:07
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
09:33
.. und Billigläden werden immr mehr
05:49
Sorry, sollte natürlich heißen :
kleine Fische. Abends und nachts fahren die kleinen Fische mit dem SLK durch die Gegend.
05:45
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
21:22
War nicht letztens noch die Rede davon, dass die Gegend am Theater durch ein Casion aufgewertet werden sollte? ;-
18:29
Diese Art der Stadtentwicklung hat auch damit zu tun, daß es Haus-Eigentümer gibt, die alles mitnehmen wollen, was zu kriegen ist! Anstatt mit angemessenen Mieten auch nicht so ertragreichen Fachgeschäften eine Chance zu geben.