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Gefährliche Chemikalie in Hagener Apotheke löst ABC-Alarm aus

27.09.2012 | 18:21 Uhr
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Unfall in Hagener Apotheke: Feuerwehrmänner in Schutzanzügen entsorgten die gefährliche Chemikalie.Foto: Michael Kleinrensing/WP

Hagen.   Große Aufregung in einer Hagener Apotheke am Friedrich-Ebert-Platz. Ein Gefäß mit der gefährlichen und entzündlichen Chemikalie Piperidin zersplitterte im Labor auf dem Boden. Sofort lösten die Angestellten den ABC-Alarm bei der Berufsfeuerwehr Hagen aus.

In einem gesicherten Laborraum im Kellergeschoss der Apotheke war am Nachmittag ein Reagenzglas mit 30 Millilitern Piperidin zerplatzt. Die giftige, ätzende und hochentzündliche Substanz wird zur Prüfung von Arzneimitteln benötigt. Jeglicher Hautkontakt mit dem Stoff ist gefährlich. Die Feuerwehr rückte deshalb mit einem Aufgebot von 40 Einsatzkräften im Stadtfenster an.

Nachdem die dort gefährdete Apotheke von den Rettungseinheiten evakuiert worden war, übernahmen sechs Spezialkräfte der Feuerwehr in ABC-Schutzanzügen die Sicherung des Ladengebäudes. Sie entnahmen Proben vom Giftstoff auf dem Boden im Labor und führten Sicherheitsmessungen durch. Mit Bindemitteln wurde die gefährliche Säure aufgenommen und fachmännisch entsorgt.

Der Medikamenten-Prüfstoff Piperidin kann schwere Verletzungen auf der Haut, den Augen und Reizungen in den Atemwegen verursachen. Deswegen wurden 14 Mitarbeiter der Apotheke und die anwesenden Kunden von einer Notärztin vor Ort untersucht. Für keine Person bestand ein gesundheitliches Risiko.

ABC-Alarm in Hagener Apotheke

Die Umgebung an der Unglücksstelle in der Friedrich-Ebert-Straße sperrten Polizei und Feuerwehr weiträumig ab. Betroffen war auch der nahe gelegene Hagener Busbahnhof. Deshalb kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Linienverkehr. Erst am Abend hatte sich die Lage wieder normalisiert.

(mw/has)

Kommentare
01.10.2012
20:30
Gefährliche Chemikalie in Hagener Apotheke löst ABC-Alarm aus
von Alex9 | #13

Eigentlich kann man mit einer Laborausrüstung und einem Stab von 14 Mitarbeitern, die ja zum größten Teil auch eine Laborausbildung haben, so ein Problem mit eigenen Mitteln lösen. Wenn im Labor dann die Saugleistung des Abzugs nicht reicht und weder Bindemittel noch Gasmaske verfügbar sind, sollte zumindest die Kommunikation mit der Feuerwehr so überlegt ablaufen, dass es nicht zu einem Großeinsatz kommt. Wobei auch der Feuerwehr klar gewesen sein musste, dass eine Apotheke nicht mit Chemikalienvolumen in Tankwagengröße hantiert.

29.09.2012
14:10
Gefährliche Chemikalie in Hagener Apotheke löst ABC-Alarm aus
von Ex-Hagener | #12

Sicher spricht nichts dagegen, bei einer unklaren Meldung alle Kräfte heranzuführen, die man für eine solche Schadenlage brauchen _könnte_. Wenn man durch Befragung aber erfährt, dass 30ml im Keller ausgelaufen sind und im Keller niemand mehr ist, dann ist das ein willkommener Anlass, 3 Gänge zurückzuschalten und aus der Lage das zu machen, was sie ist: Ein kleiner Fleck stinkender Base (selbstverständlich KEINE Säure) auf dem Laborfußboden. Maderl und ich hätten dieses Inferno ohne Feuerwehr mit einem Lappen gelöst, aber es spricht auch nichts dagegen, die Feuerwehr unter Atemschutz den Lappen schwingen zu lassen, denn das Zeug stinkt wirklich ekelhaft. 3m Flatterband vor der Tür und ne Hand voll Bindemittel hätten der Sache aber auch genüge getan.

28.09.2012
11:01
Gefährliche Chemikalie in Hagener Apotheke löst ABC-Alarm aus
von Kaltmann200 | #11

@wattrummer völlig richtig.
Hier scheinen einige gar keine Ahnung zu haben. Was ist ausgelaufen, welche Menge, wieviele Personen können betroffen sein?! Einige Schlaumeier denken von zwölf bis Mittag. Was wäre wenn keiner bei der Feuerwehr angerufen hätte oder diese wäre nur mit zwei Mann aufgefahren?! Ein paar Stunden später wären u.u. ein paar Leute umgefallen - und dann?! Das Geschrei wäre groß und am lautesten wären dann die Kommentarschreiber Throki & Co.

27.09.2012
22:49
Gefährliche Chemikalie in Hagener Apotheke löst ABC-Alarm aus
von gegenrealitatsverweigerer | #10

Zur Gefährlichkeit:

In Reinform töten 0,2 Gramm bereits einen 100kg schweren Menschen

27.09.2012
22:14
Gefährliche Chemikalie in Hagener Apotheke löst ABC-Alarm aus
von gegenrealitatsverweigerer | #9

"Die Umgebung an der Unglücksstelle in der Friedrich-Ebert-Straße sperrten Polizei und Feuerwehr weiträumig ab"

Dafür müssten wir diese Straße erst mal bauen. Die gibt es genauso wenig wie auf den Wegweisern den "Körnerplatz"

27.09.2012
22:13
Gefährliche Chemikalie in Hagener Apotheke löst ABC-Alarm aus
von wattrummer | #8

Entschuldigung, aber haben alle hier nichts besseres zu tun als hier mehr oder weniger sinnfreies Zeug zu schreiben? Man wundert sich ja über fast nichts mehr, da es ja überall Schlaumeier und Besserwisser gibt, aber hat sich mal jemand hier gefragt, welche Informationen bei der Feuerwehr aufgelaufen sind? Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass bei dem Anruf genaue Menge und Chemikalie benannt wurden. Aber das hätten die bisherigen Kommentatoren bestimmt in ihrer Coolness hinbekommen...
Wenn bei der Feuerwehr ABC-Alarm ausgelöst wird, gehe ich mal davon aus, dass es dafür bestimmte Einsatzpläne gibt. Wehe, wenn diese nicht eingehalten werden, dann ist nämlich das Geschrei hier im Forum groß, wofür hier die Einsatzkräfte bezahlt werden!

Also einfach mal tief durchatmen und nicht zu allem und jedem Artikel sofort lospoltern...

27.09.2012
21:47
Gefährliche Chemikalie in Hagener Apotheke löst ABC-Alarm aus
von oxofrmbl | #7

Das nennt man Reizüberflutung, da haben die Patschenköppe beim kleinsten Anlass mal wieder alles aufgefahren, was verfügbar ist. Dann durfte wohl jeder Löschknecht 0,75 ml von dem Zeuchs wegwischen, und gut wars.

27.09.2012
21:35
Gefährliche Chemikalie in Hagener Apotheke löst ABC-Alarm aus
von PatricL | #6

40 Mann für ein paar Tropfen dieses Zeugs?! Netter Betriebsausflug der Feuerwehr ;)

27.09.2012
21:04
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

27.09.2012
20:35
Gefährliche Chemikalie in Hagener Apotheke löst ABC-Alarm aus
von Maderl | #4

Also bei uns an der Uni musste derjenige, der Piperidin verschüttet hatte, dieses auch aufwischen ;) Da kam keine Feuerwehr und hat das für uns in Schutzanzügen erledigt. Wären wir ja auch nie mit dem Praktikum fertig geworden, wenn ständig das Labor von der Feuerwehr geräumt worden wäre...

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