Gefährliche Chemikalie in Hagener Apotheke löst ABC-Alarm aus

Unfall in Hagener Apotheke: Feuerwehrmänner in Schutzanzügen entsorgten die gefährliche Chemikalie.
Unfall in Hagener Apotheke: Feuerwehrmänner in Schutzanzügen entsorgten die gefährliche Chemikalie.
Foto: Michael Kleinrensing/WP
Was wir bereits wissen
Große Aufregung in einer Hagener Apotheke am Friedrich-Ebert-Platz. Ein Gefäß mit der gefährlichen und entzündlichen Chemikalie Piperidin zersplitterte im Labor auf dem Boden. Sofort lösten die Angestellten den ABC-Alarm bei der Berufsfeuerwehr Hagen aus.

Hagen.. In einem gesicherten Laborraum im Kellergeschoss der Apotheke war am Nachmittag ein Reagenzglas mit 30 Millilitern Piperidin zerplatzt. Die giftige, ätzende und hochentzündliche Substanz wird zur Prüfung von Arzneimitteln benötigt. Jeglicher Hautkontakt mit dem Stoff ist gefährlich. Die Feuerwehr rückte deshalb mit einem Aufgebot von 40 Einsatzkräften im Stadtfenster an.

Nachdem die dort gefährdete Apotheke von den Rettungseinheiten evakuiert worden war, übernahmen sechs Spezialkräfte der Feuerwehr in ABC-Schutzanzügen die Sicherung des Ladengebäudes. Sie entnahmen Proben vom Giftstoff auf dem Boden im Labor und führten Sicherheitsmessungen durch. Mit Bindemitteln wurde die gefährliche Säure aufgenommen und fachmännisch entsorgt.

Der Medikamenten-Prüfstoff Piperidin kann schwere Verletzungen auf der Haut, den Augen und Reizungen in den Atemwegen verursachen. Deswegen wurden 14 Mitarbeiter der Apotheke und die anwesenden Kunden von einer Notärztin vor Ort untersucht. Für keine Person bestand ein gesundheitliches Risiko.

Die Umgebung an der Unglücksstelle in der Friedrich-Ebert-Straße sperrten Polizei und Feuerwehr weiträumig ab. Betroffen war auch der nahe gelegene Hagener Busbahnhof. Deshalb kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Linienverkehr. Erst am Abend hatte sich die Lage wieder normalisiert.