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Gefährdete Tierarten auf dünnem Eis

04.09.2007 | 08:47 Uhr

Hagen / New York. Eine gebürtige Hagenerin hat es nach New York verschlagen. Regina Woeste aus Haspe debütierte dort als Malerin mit ihrer Ausstellung "Thin Ice" ("Dünnes Eis") im Deutschen Haus in Manhattan, dem Sitz der Deutschen Vertretung bei den Ver

Sechs Wochen lang zeigte Regina Woeste ihre Bilder, in denen die Malerin das Thema Klimaveränderung aufgegriffen hatte.

Woeste ist auf auf die Darstellung gefährdeter Tierarten spezialisiert, meidet aber die von vielen Vertretern der Wildtiermalerei bevorzugte naturalistische Darstellung. "Leider bestimmt der ,röhrende Hirsch vor Albsee' immer noch dieses Genre, so dass die avantgardistischen Galerien sich nur zögernd der Thematik annehmen", beklagt die Künstlerin. Doch Wildtiermalerei sei eine der ältesten Kunstformen der Menschheit, die bis zu prähistorischen Höhlenmalerein zurückreiche. In jeder Kultur fänden sich Darstellungen der Beziehung zwischen Mensch und Tier - ein Thema, der gerade jetzt angesichts des drohenden Klimawandels wieder hochaktuell sei.

Regina Woeste lässt gefährdete Tierarten in einem Meer von bunten Farben aufgehen, darunter der Eisbär als Hauptmotiv. Dieses Tier steht in den USA symbolisch für Veränderung, weshalb er als Plakatmotiv der Ausstellung fungiert: "Thin Ice" steht symbolisch für die Gefährdung des Lebensraums der Eisbären sowie generell für das dünne Eis, auf dem sich unsere ressourcenverschwendende Kultur bewegt.

Regina Woeste, Jahrgang 1962, wuchs in Haspe auf. Nach dem Abitur studierte sie Medizin in Marburg, lebte und arbeitete als Ärztin mehrere Jahre in der Mongolei, später in Südafrika. Mittlerweile ist sie in erster Linie Künstlerin. Bevor sie nach New York ging, arbeitete sie in Berlin.

Infos: www.malerei-atelier.de.

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