Ganztags-Problem scheint gelöst

Breckerfeld..  Alle Eltern, die durch Bescheinigungen ihrer Arbeitgeber nachgewiesen haben, dass sie auf einen Platz im Offenen Ganztag (OGS) für ihre Kinder angewiesen sind, können versorgt werden. Das ist die positive Botschaft, die Andrea Döring, Pädagogische Leitung OGS beim der Evangelischen Jugend im Haupt- und Finanzausschuss verkünden konnte. Aber: Es bleiben jene unversorgt, die zwar einen Platz beantragt, jedoch keine Belege eingereicht haben.

Zwölf Plätze, so das Ergebnis der Anmeldungen zum Ganztag, fehlten an der OGS. Immerhin hat sich der Träger bereit erklärt, die im letzten Jahr von 50 auf 65 Plätze aufgestockte Betreuung noch einmal um drei Notplätze zu erweitern. „Wir haben zum einen Prioritäten für die Vergabe festgelegt“, so Andrea Döring. An Platz eins habe dabei die Berufstätigkeit der Eltern gestanden. „Zum anderen haben wir aber auch Gespräche mit Eltern geführt und nachgefragt, ob sie wirklich auf eine Betreuung bis 16 Uhr angewiesen sind.“

Ergebnis der Bemühungen: 23 Erstklässler, deren Eltern aus beruflichen Gründen auf einen OGS-Platz angewiesen sind, können betreut werden. Die acht Kinder, deren Eltern keine Belege abgegeben haben, landen auf einer Warteliste.

Keine Einigkeit bei Erhöhung

Noch keine Einigkeit gab es im Ausschuss darüber, was die Betreuung im Offenen Ganztag künftig kosten soll. Die Stadt plant, die Elternbeiträge zu erhöhen. Und zwar in etwa um gut zehn Prozent. Insbesondere die SPD meldete Bedenken an. „Viele Städte steigen erst später ein“, so Uwe Manthey mit Blick auf 30 Euro pro Monat, die ab einem Jahreseinkommen von 18 000 Euro fällig werden. „Da sollten wir überlegen, ob zehn Prozent über alles der richtige Weg sind.“ Ähnlich argumentierte auch Wolfgang Duchscherer (Grüne): „Gerade niedrige Einkommensgruppen sind extrem abhängig von der der Berufstätigkeit.“

CDU und Wählergemeinschaft hingegen signalisierten Zustimmung. Rainer Giesel fürchtet bei einer Entlastung eine Lücke an anderer Stelle im Haushalt, Gerd Peters führte die „große Leistung“ an, mit der die Stadt doppelte Berufstätigkeit ermögliche. Da die meisten Eltern in die oberen Einkommensgruppen gehörten, sei eine „mäßige Erhöhung“ vertretbar. Eine Entscheidung fällt der Stadtrat.