Frisch-freche „Ruhrpottliebe“

Der Jugendroman „Ruhrpottliebe“ ist seit  November im Handel erhältlich.
Der Jugendroman „Ruhrpottliebe“ ist seit November im Handel erhältlich.
Foto: Yvonne Hinz
Was wir bereits wissen
Die Neu-Hagenerin Lena Schätte ist Jungautorin. Die 21-Jährige hat kürzlich ihr erstes Buch – einen frisch-frechen Jugendroman – herausgebracht. „Ruhrpottliebe“ heißt das Buch.

Hagen.. „Angefangen bin ich mit diesen typischen Teenie-Herz-Schmerz-Gedichten“, erinnert sich Lena Schätte und lacht. „Ja , ja, das ist nun schon ein paar Jahre her. Irgendwann hab’ ich mich dann an die ersten Kurzgeschichten herangewagt.“

Lena Schätte ist Jungautorin. Und hat kürzlich ihr erstes Buch – einen frisch-frechen Jugendroman – herausgebracht. „Ruhrpottliebe“ hat sie ein wenig ihrer früheren Literaturlehrerin gewidmet. „Die war toll. Sie hat mich und etliche Mitschüler an ,poetry slam’ herangeführt. Das hab’ ich dann auch zwei, drei Jahre gemacht.“

„Ich bin eben keine laute Bühnensau“

Doch diese seit einiger Zeit auch in Deutschland trendige „Performance-Dichter-Schlacht“ sei im Grunde nicht das Richtige für sie gewesen, sagt Lena Schätte, „ich bin eben keine laute Bühnensau“. Als die junge Frau dann zwischen zwei Ausbildungen stand und mehr Freizeit hatte, nahm sie sich selbst an die Kandare und schrieb ihr erstes Buch. „Innerhalb von drei Monaten. Ich hab nächtelang durchgearbeitet.“

Natürlich habe sie am Anfang ein Manuskript erstellt, „doch im Laufe des Schreibens hab’ ich mein Konzept ziemlich über den Haufen geworfen, und das Ende wurde ein komplett anderes.“ Was auch daran gelegen habe, vermutet Lena Schätte, dass sie gern dort schriebe, wo viele Menschen seien , „im Zug oder im Café. Etliche Gedanken hab’ ich auch auf Bierdeckeln oder Kassenbons notiert“. Fremde Menschen in spontanen Situationen würden sie inspirieren, und das fließe dann in die Handlung ein, „außerdem lernt man die Figuren in seinem eigenen Buch ja erst beim Schreiben besser kennen“.

Lena Schätte wohnt erst seit einem Jahr in Hagen. „Ich wollte unbedingt aus dem Kaff Altena weg“, schmunzelt die Jungautorin, die derzeit eine Ausbildung zur Krankenschwester an der Pflegeschule in Iserlohn macht, „aber die meisten Einsätze hab’ ich in Hagen“.

Autobiografisches Schreiben

An der Hagener Volkshochschule hat Lena Schätte den Kurs „Autobiographisches Schreiben“ belegt. „Natürlich sind in ,Ruhrpottliebe’ ein paar biografische Dinge eingeflossen. Ich bin selbst leidenschaftliche Bahnfahrerin, und ich mag auch Großstädte im Pott. Und ­,erste Liebe’ und Liebeskummer kenn’ ich auch.“

Was ihr am Ruhrgebiet gefällt? „Die Leute sind gerade heraus. Besonders mag ich Dortmund. Obwohl – wohnen würde ich dort nicht gern. Da passt Hagen schon besser.“