Friedenstauben fliegen für "Ein Haus für Kinder"
20.06.2007 | 09:24 Uhr 2007-06-20T09:24:04+0200Hagen. Es ist soweit. Für den Hagener Kinderschutzbund geht ein Traum in Erfüllung. Am Freitag um 11 Uhr wird von Oberbürgermeister Peter Demnitz "Ein Haus für Kinder" in der Potthofstraße 20 offiziell eröffnet.
Um 12 Uhr werden Schülerinnen weiße Friedentauben in den Himmel fliegen lassen, um der Arbeit des Kinderschutzbundes viel Glück zu wünschen. Von 15 bis 18 findet ein Kinderfest statt, das sich am Samstag von 11 bis 18 Uhr fortsetzt. Geboten wird ein reichhaltiges Programm für alle Altersgruppen.
Am Freitag beginnt es mit einer Trommelgruppe und am Samstag mit dem PAFI-Akkordeon-Orchester. Die Attraktionen sind Glücksrad, Tombola, Hüpfburg, Luftballon-Clown, Karaoke-Singen, Schminkstand, "Jeffrey - der beste Hundetorwart der Welt", Nagelbank, Wettsägen, Dosenwerfen, Stelzenlaufen, Infostand über Feldmäuse, Orangensaft-Quiz, Bauchladen-Überraschungen und und und. Unterstützt werden die Festtage von vielen sozialen Einrichtungen sowie auch von zahlreichen Unternehmen, Gruppen und Chören. Auch die Westfälische Rundschau gehört zu den Sponsoren des Festes.
Ein Haus für Kinder wurde in einer beispielhaften Spendenkampagne verwirklicht. Durch unzählige kleine, mittlere und große Spenden, aber auch durch das Engagement einiger Großsponsoren ist das Geld für dieses Haus in nur viereinhalb Jahren zusammen getragen worden. "Allen unseren Spendern möchten wir aufs allerherzlichste vielmals danken," so Christa Burghardt, freudestrahlende Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes. "Nach wie vor sind wir von dieser grandiosen Unterstützung überwältigt, an der sich auch alle Handwerker und Zuliefererbetriebe beteiligt haben. Wir haben nicht nur Geld, sondern auch zweckmäßige und wunderschöne Dinge geschenkt bekommen, mit denen das Haus enorm aufgewertet wird."
In der Tat ist das neue Haus im wahrsten Sinne des Wortes ein "Platz an der Sonne" geworden. Licht durchflutet und freundlich strahlt es in dem Park gegenüber dem Rathaus und lädt alle Kinder, Jugendlichen und Familien ein, es zu besuchen.
Noch ist in dem Haus nicht alles perfekt. Es fehlen beispielsweise einige Möbel und Spielgeräte für die Freizeitetage. Die werden nun nach und nach angeschafft, je nach Spendeneingang. Doch jeder kann schon sehen, dass es innen und außen ein wunderschönes Haus geworden ist, in dem Kinder und Erwachsene sich pudelwohl fühlen. Die äußerst angenehme Atmosphäre erleichtert insbesondere Menschen mit Problemen den Weg zur Beratung. Der Empfang findet im Café Kunterbunt statt, das für alle Bürger offen steht. Hier gibt es eine Informationsbörse, demnächst auch ein kleines Bewirtungsangebot mit Kaffee und Kuchen. "Doch das Haus wurde nicht nur für Familien mit Problemen konzipiert, sondern es steht insbesondere auch für Lebensfreude und Zukunftsperspektive", erläutert Christa Burghardt. "Darum haben wir laufend viele Freizeitaktivitäten geplant. Es finden interessante Kulturveranstaltungen, Vorträge und Kurse statt als auch offene Angebote wie eine Kinderbetreuung, während Eltern einkaufen."
Ein besonderer Glücksfall ist, dass der Kinderschutzbund vom Bundesfamilienministerium zunächst für zwei Jahre als Mehrgenerationenhaus gefördert werde. Geplant sind z.B. die Ausbildung Jugendlicher zu Seniorenbegleitern oder ein Oma-Opa-Service. Für in Armut lebende Familien werden die bevorstehende Eröffnung des Second-Hand-Shops für Kinderkleidung sowie der kostenlose Mittagstisch "Suppenkaspar" eine Entlastung sein.
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