Fitnesscenter und Fußballplatz

Noch sind die laufenden Arbeiten übersichtlich. Doch schon bald soll auf dem ehemaligen Freibadgelände eine Fitness- und Wellnesscenter und ein Kunstrasenplatz gebaut werden.
Noch sind die laufenden Arbeiten übersichtlich. Doch schon bald soll auf dem ehemaligen Freibadgelände eine Fitness- und Wellnesscenter und ein Kunstrasenplatz gebaut werden.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Ein Bebauungsplanverfahren ist am Kirchenberg nicht erforderlich. Das sagt in der druckfrischen Vorlage die Verwaltung für die morgige Sitzung der Bezirksvertretung, die um 16 Uhr im Rathaussaal an der Freiheitstraße beginnt. Am 10. Juni soll sich der Sport- und Freizeitausschuss mit dem Thema Nachnutzung des Freibadgeländes Kirchenberg beschäftigen, am 16. Juni der Stadtentwicklungsausschuss.

Der Rat der Stadt Hagen, so das Presseamt gestern auf Nachfrage, wird nicht in diese Thematik eingebunden, weil der Bebauungsplan nicht geändert werden muss.

30 000 Quadratmeter Fläche

Bereits im Spätsommer des vergangenen Jahres hatte Investor Erich Berlet seine Ideen für dieses Gelände präsentiert, das nach dem Aus für das Kirchenbergfreibad seit fast einem Jahrzehnt brach lag und sich keine sinnvolle Lösung für das rund 30 000 Quadratmeter große Gelände abzeichnete. Bis Erich Berlet mit seinen kühnen Ideen auf den Plan trat. Und dieser beinhaltete: Nutzung der noch vorhandenen Gebäude (ehemaliger Kassenbereich und Umkleideräume) als Bowlingcenter und Radio- und Fernsehmuseum;

Errichtung eines Fitness/Wellness-Studios mit Schwimmbecken und Saunabereich; Errichtung eines weiteren Kunstrasen-Sportplatzes.

Im Sauseschritt wurde der ehemalige Kindergarten der Elterninitiative erweitert und im Dezember des vergangenen Jahres wiedereröffnet. Kinder, Erzieherinnen und Eltern sind seither von der neuen Einrichtung begeistert.

Wassertiefe maximal 1,30 Meter

Erich Berlet möchte gleich nebenan eine der modernsten Fitness- und Wellnessanlagen in Deutschland schaffen. Mit mehreren Saunalandschaften und einem Schwimmbecken, das allerdings eine nur maximale Wassertiefe von 130 Zentimetern erhält, um den Dauereinsatz von Schwimmmeistern als Badaufsicht zu umgehen. Um sich inspirieren zu lassen und Ideen zu sammeln, ist er mit seinen Architekten und potenziellen Kooperationspartnern mehrfach nach Niedersachsen gefahren.

Um die Nachbarn von der Berliner Allee vor möglichen Emissionen zu schützen, ist von Erich Berlet ein Lärmgutachten erstellt worden. Darin hat der Gutachter folgende Vorschläge gemacht: Schallschutzfenster für die Gebäude, eine geräuscharme Lüftungs- und Kühlanlage und eine Beschränkung der Anlieferzeiten auf den Tageszeitraum zwischen 7 Uhr und 22 Uhr.

Problematischer stellen sich die jetzt von der Stadt Hagen in der Beratungsdrucksache vorgegebenen Schallschutzmaßnahmen für den Sportplatz dar. Die Stadt fordert: Beschränkung des Fußballtrainings auf den Tageszeitraum von 14 Uhr bis 21 Uhr; die Begrenzung des Spielbetriebes auf nur ein Punktspiel pro Tag, jedoch nicht nach 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen auch nicht zwischen 13 Uhr und 15 Uhr; keine Beschallungsmaßnahme, lärmmindernde Ballfangzäune und ein Verbot für Zuschauer, die Mannschaften mit Lärminstrumenten oder Fanfaren anzufeuern.

Fußballer haben Platzbedarf

Genutzt werden soll der Fußballplatz vom SV Hohenlimburg 10, der mit seinen insgesamt 23 Mannschaften, davon 16 Jugendteams, dringend nach einer weiteren Trainings- und Spielfläche Aussschau hält, sowie von Eintracht Hohenlimburg und TS Kulübü. Wie diese Zeitung mehrfach berichtet hat, soll der Ostfeldsportplatz, der gegenwärtig von TS Kulübü genutzt wird, einem Baumarkt weichen. Das Geld, das durch den Verkauf des Ostfeldgeländes erzielt wird, soll in die Finanzierung der Kunstrasenplatzes fließen

Investor Erich Berlet möchte zunächst einmal die Beratungen in den städtischen Gremien abwarten, bevor er seine Pläne detailliert vorstellt. „Die Baumaßnahme wird in zwei Abschnitten erfolgen. Zunächst das Fitness- und Wellnesscenter, danach erst die dritte Spielfläche für die Fußballer.“

Auch zu einem möglichen Zeitfenster wollte er sich gestern noch nicht äußern, um sich nicht unter Druck zu setzen. Gleichwohl betonte er, dass diese Nachnutzung des ehemaligen Freibadgeländes sich für Hohenlimburg letztlich positiv darstellen werde. Berlet: „Ich bin positiv gestimmt.“