Feuer durch Brandstiftung im Westfalia-Sporthaus in Hagen

Das Sportlerhaus hinter dem Vereinsheim brannte nieder.
Das Sportlerhaus hinter dem Vereinsheim brannte nieder.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Feuer, das am späten Sonntagabend das Sportlerhaus des traditionsreichen Fußballclubs Westfalia vernichtete, wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorsätzlich gelegt.

Hagen-Altenhagen.. Die dunklen Ahnungen des Vorstandes von Westfalia Hagen haben sich bestätigt: Das Feuer, das am späten Sonntagabend das Sportlerhaus des traditionsreichen Fußballclubs vernichtete, wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorsätzlich gelegt. Das bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums, nachdem Sachverständige den Brandort gründlich untersucht hatten.

Zwar können die Ermittler keinen konkreten Verdächtigen vorweisen, doch das Motiv für das verheerende Feuer könnte einen persönlichen Hintergrund haben. Möglicherweise wurde der Einbruch in das Sportlerhaus, in dem für Diebe wenig bis nichts zu holen ist, nur verübt, um die Immobilie in Brand zu setzen.

„Der Täter hat sich jedenfalls richtig Mühe gegeben, das Feuer zu entzünden“, so ein Polizeisprecher. Nachweislich verwendete der unbekannte Mann einen Brandbeschleuniger. Ein vor Ort eingesetzter Brandmittelspürhund, der darauf abgerichtet ist, derartige chemische Substanzen zu erschnüffeln, schlug an.

Kein konkreter Verdacht

Nun liegt der Verdacht nahe, dass es derselbe Täter war, der vor zwei Jahren das Vereinsheim von Westfalia Hagen, das ebenfalls bis auf die Grundmauern niederbrannte, angesteckt hat. Der Fußballclub baute die Immobilie zwar wieder auf. Doch dem Keller des Neubaus, der unmittelbar neben dem am Sonntag abgebrannten Sportlerhaus liegt, wurde durch Löschwasser schwerer Schaden zugefügt.

Das Sportlerhaus kann nach dem Feuer gar nicht mehr, das Vereinsheim nur noch eingeschränkt genutzt werden. Die Westfalia-Verantwortlichen tappen ebenso wie die Polizei im Dunkeln: „Wir hegen keinen Verdacht, ich wüsste nicht, wer uns böse gesonnen sein könnte“, so Moritz Padberg, 2. Vorsitzender: „Eine solche Tat würde ich aber auch niemandem, den ich kenne, zutrauen.“ Derzeit unterhält der Verein, der in Altenhagen eine wichtige soziale Funktion erfüllt, acht Jugendmannschaften, ein Damen-, ein Herren- und ein Altliga-Team.