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Kriminalität

Festnahmen nach Razzia in Bordellen in Hagen

23.11.2011 | 14:37 Uhr
Festnahmen nach Razzia in Bordellen in Hagen

Hagen.   Die Polizei hat bei einer Razzia in mehreren privat betriebenen Bordellen in Hagen am Dienstagabend acht Personen festgenommen. Beamte der Kriminalpolizei schlugen zeitgleich in unterschiedlichen Stadtteilen zu, um zu verhindern, dass sich die Rotlichtbetriebe untereinander telefonisch warnen.

Die Polizei hat bei einer Razzia in mehreren privat betriebenen Bordellen in Hagen am Dienstagabend acht Personen festgenommen. Beamte der Kriminalpolizei schlugen zeitgleich in unterschiedlichen Stadtteilen zu, um zu verhindern, dass sich die Rotlichtbetriebe untereinander telefonisch warnen.

Die Polizei kann im Rotlichtmilieu ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluss tätig werden. „Dabei handelt es sich um Orte, die von uns zu jeder Zeit überprüft werden dürfen“, erklärt Polizeisprecher Ulrich Hanki. Grundlage hierfür bietet Paragraf 41 des nordrhein-westfälischen Polizeigesetzes. Wohnungen können demnach zur Abwehr dringender Gefahren jederzeit betreten werden, wenn sie der Prostitution dienen.

Personalien von 96 Personen überprüft

Ein Schwerpunkt der Aktion am Dienstagabend, an der auch das Ausländeramt der Stadt Hagen und der Mitarbeiter der ARGE beteiligt waren, lag in Hagens Rotlicht Viertel Nummer eins, in der Düppenbecker Straße. Durchsucht wurden auch kleinere Etablissements in den anderen Stadtteilen, die sich mitunter in einfachen Wohnhäusern befinden. Insgesamt wurden die Personalien von 96 Personen, die in den Bordellen und in deren Umfeld aufhielten mit Fahndungsdateien abgeglichen. Dabei gingen der Polizei acht Personen ins Netz.

Dabei handelt es sich um vier Prostituierte im Alter von 24 bis 36 Jahren aus Nigeria und Rumänien. Gegen sie besteht der der Verdacht des illegalen Aufenthaltes. Zwei von ihnen kommen in Abschiebehaft und müssen die Bundesrepublik Deutschland verlassen. Inhaftiert wurde auch ein 30-jähriger Mann aus Albanien, der in Belgien Asyl beantragt hat und sich illegal in Hagen aufhielt.

Er wies sich mit gefälschten bulgarischen Papieren aus. Anhand seiner Fingerabdrücke konnte er identifiziert werden. Festgenommen wurden auch eine 53 Jahre alte Frau, die wegen Betruges von der Staatsanwaltschaft Hagen zur Fahndung ausgeschrieben war. Sie muss jetzt ihre Freiheitsstrafe von sieben Monaten absitzen, und eine 29-jährige Frau, die von der Staatsanwaltschaft Hagen wegen Diebstahls gesucht wurde. Sie muss für zehn Tage in Haft. Außerdem klickten die Handschellen bei einem 27-jährigen Mann aus Hagen, der von der Staatsanwaltschaft wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Haftstrafe von zehn Monaten zur Festnahme ausgeschrieben war.

Die Identität von weiteren Prostituierten wird noch überprüft.

Boris Schopper

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Kommentare
25.11.2011
18:49
rotlicht
von spatzenfreund | #2

hm, kein wort über zuhälter, wird da nichts überprüft?

23.11.2011
22:08
o Wunder
von Kritischerkritiker | #1

Man kann sich nur wundern, was alleine in so einer kleinen miefigen Stadt wie Hagen in diesem Bereich alles angetroffen wird. Wenn ich alleine an den Asylbewerber aus Belgien denke! Was die Gemeinschaft alleine für den schuften muss, damit er seine Sozialleistungen bekommt. Und es geht ihm offenbar bestens, dank der dummen Europäer. Mein Dank an die Ordnungskräfte!
Und wenn ich abends durch die Straße am Bahnhof längs gehen muss, wird mir Angst und Bange. Dort wird man schon ab 18 Uhr von schrägen Typen gezwungen, auszuweichen. Sie alle kassieren und machen sich über uns lustig, wenn man Glück hat. Wenn man Pech hat, pöbeln sie einen an, nur, weil man da hergeht. Schimm!

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