Fesselndes Operndrama

Hagen..  Mit der Uraufführung seiner Oper „Faust“ errang Charles Gounod 1859 im Pariser Théâtre Lyrique einen großen künstlerischen Erfolg. Am vergangenen Samstag feierte die Oper in einer Inszenierung von Holger Potocki Premiere am Theater Hagen. Für die Aufführung am Freitag, 6. Februar, 19.30 Uhr, verlosen wir in Kooperation mit der Volksbühne 3 x 2 Karten.

Geburtsstunde der Opéra lyrique

Als 22-jähriger hatte Gounod Goethes Drama begeistert gelesen und bat nun, 1856, Barbier und Carré um ein Libretto über dieses Sujet. Keinem von den dreien ging es um eine Vertonung von Goethes „Faust“. Sie entlehnten dem Werk lediglich einige Motive, wobei die Gretchen-Tragödie in den Mittelpunkt gerückt wurde – daher auch der in Deutschland gebräuchliche Titel „Margarethe“. Ihre Gewissensnot, ihr Untergang und ihre Erlösung waren Gounod wichtiger als Fausts Höllenpakt.

Hector Berlioz erkannte, dass mit Gounods „Faust“ die Geburtsstunde der ,Opéra lyrique’ geschlagen hatte. In diesen poetischen Opern sind die Vokal-Kantilenen nicht mehr wie oft im italienischen Belcanto bloße virtuose Artistik, sondern in lyrischer Einfachheit Ausdruck menschlicher Gefühle. Die Partitur kündet von Gounods Meisterschaft als Kirchenmusiker und Opernkomponist. Stücke wie Mephistos „Rondo vom goldenen Kalb“, der „Faust“-Walzer und das Gebet Valentins zeugen von der Popularität des Werkes. Gounod war es gelungen, ein großes Thema mit seiner schwelgerischen Musik in ein fesselndes Operndrama zu verwandeln, welches sich weltweit als beliebteste der „Faust“-Opern in den Spielplänen behauptet.

Einsendeschluss: 3. Februar

Schicken Sie uns bis Dienstag, 3. Februar, 10 Uhr, eine E-Mail an hagen-aktion@westfalenpost.de, ein Fax an 917-4188 oder eine Postkarte an die Stadtredaktion Hagen (Schürmannstraße 4, 58097 Hagen).

Mit ein bisschen Glück können Sie am 6. Februar kostenlos im Theatersessel Platz nehmen. Bitte vergessen Sie nicht, das Stichwort „Faust“ und Ihre eigene Telefonnummer mit anzugeben.