Fernuni bündelt die meisten Einheiten auf dem Campus

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen. Die Fernuni Hagen will die den Großteil der über das gesamte Stadtgebiet verteilten Verwaltungseinheiten sowie die Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften auf dem Campus bündeln. Dazu entsteht ein Neubaukomplex. Mit den Arbeiten soll im Sommer begonnen werden.

Die Fernuniversität konzentriert ihre über das gesamte Stadtgebiet verteilten Verwaltungseinheiten sowie ihre Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften auf dem Hagener Campus-Gelände. Dazu soll bis Mitte 2012 auf der Freifläche zwischen dem ehemaligen TGZ-Gebäude und der Universitätsstraße ein Neubaukomplex entstehen.

Außerdem wird - mit Abschluss der Sanierung des Allgemeinen Verfügungszentrums (AVZ) - das Gebäude des Staatlichen Umweltamtes an der Feithstraße als Verwaltungskomplex der Hochschule angegliedert. Das Gesamtinvestitionsvolumen beider Maßnahmen liegt bei 24,7 Millionen Euro.

3,3 Millionen aus Mitteln der Hochschule

An den Wänden des Büros von Hans-Dieter Kolossa, Baudezernent der Fernuniversität, haben die drei mit „Skywalks" - gemeint sind gläserne Verbindungsstege - verknüpften Gebäudeblöcke längst Gestalt angenommen. Tief in den Hang eingelassen, werden die dreigeschossigen Baukörper mit einer Nutzfläche von etwa 3500 Quadratmetern lediglich das Erdgeschoss des TGZ verdecken. „Somit bleibt die prägnante Silhouette der Hochschule erhalten, das war allen Beteiligten sehr wichtig", erläutert Kolossa die Entwicklung der Entwurfsplanung.

Neben den drei neuen Baukörpern mit einer modernen Fassaden-Kombination aus Stein und Metall wird zudem an den Mensa-Seite noch ein zweigeschossiges, multifunktional nutzbares Seminargebäude errichtet, das im unteren Geschoss einen Vortragsraum mit bis zu 250 Plätzen sowie im Obergeschoss drei weitere Säle mit jeweils 50 Plätzen für Präsenzveranstaltungen vorsieht. Davor entsteht in Höhe des Mensazuganges ein zweiter Platz, der nicht nur Aufenthaltsqualität bieten wird, sondern auch per Aufzug eine behindertengerechte Verbindung zum darüber liegenden „Roten Platz" schafft, der den meisten Hagenern zumindest als Partyfläche bei Fernunifesten vertraut sein dürfte. Insgesamt investiert der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes Nordrhein-Westfalen an dieser Stelle 12,2 Millionen Euro, 3,3 Millionen stammen aus Mitteln der Hagener Hochschule.

Energetische Grundinstandsetzung

Weitere zehn Millionen Euro aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm fließen aktuell in die AVZ-Sanierung. Die energetische Grundinstandsetzung der mehr als 30 Jahre alten, momentan völlig entkernten Keimzelle des Campus-Geländes war vor allem durch die Verlagerung des Staatlichen Umweltamtes möglich geworden, wo derzeit die AVZ-Beschäftigten übergangsweise untergebracht sind.

„Eine Container-Lösung wäre hier kaum vorstellbar gewesen", zeigt sich Baudezernent Kolossa über diese glückliche Fügung dankbar. Wenn das AVZ dann Ende 2011 wieder voll nutzbar ist, soll die Fernuni-Verwaltung in dem Komplex neben der Villa Bechem (Kanzler und Rektorat) gebündelt werden.

Standorte auf dem Campus bündeln

Das Fakultätsgebäude für Sozial- und Kulturwissenschaften soll dann bis zum Sommer 2012 bezugsfertig sein. „Ich weiß, dass dies eine sportliche Zeitplanung ist, aber ich möchte ab 1. Juli dieses Jahres die Bagger auf dem Baustellenareal sehen", geht Kolossa davon aus, dass die letzten Abstimmungsgespräche mit der Bauverwaltung der Stadt einvernehmlich verlaufen.

Mit der Realisierung der beiden Projekte wird die Fernuniversität neun ihrer elf Standorte im Hagener Stadtgebiet aufgeben und in den Campus-Immobilien bündeln. Als Außenstellen verbleiben lediglich das Hochregallager des Versandes in der Profilstraße sowie die Hochschulübergreifende Fortbildung (HÜF) am Arcadeon an der Lennestraße. Auf der Grünfläche vor dem einstigen TGZ soll bis 2012 ein Neubau für die Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften entstehen. Die Verwaltungseinheiten der Hochschule werden an der Feithstraße gebündelt.

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