Das aktuelle Wetter Hagen 14°C
Erbsensuppenessen in...

Fernbleiben mit Bolzen "belohnt"

21.06.2009 | 16:28 Uhr

Haspe. Schweinegrippe, Abwrackprämie und Wahlkampf standen zum Glück mal hinten an. Beim Erbsensuppenessen am Samstag im Vereinshaus St. Bonifatius ging's traditionell um Hasper Heimat- und Brauchtumspflege.

Dietmar Thieser, Präsident des Hasper Heimat und Brauchtum Vereins, hatte gut lachen. Ein rappelvoller Saal, amüsante Show-Einlagen, schlagfertige Ausgezeichnete und ein Bolzenträger, der in letzter Minute dann doch noch erschien . . .

Ohne Grüße geht keine Veranstaltung über die Bühne. So hieß der amtierende Iampeströter, Jochen Schmidt, auch alle „hohen Herren”, die erschienen waren, befreundete Vereine, die Schausteller und das ganze „Dorf Hagen” willkommen. Und eine Event-Managerin im Tiger-Outfit - im wahren Leben Regina Röber-Krause vom Siedlerverein Quambusch - nahm die Gäste mit auf skandinavische Kreuzfahrt. Ebenfalls an Bord: „Gitte”, die stimmgewaltig „Ich will 'nen Cowboy als Mann” flehte, und „die Hälfte von Abba”. Verdienten Applaus ernteten Ilka Schmidt-Winterhoff (den meisten noch als Ilka Ader bekannt), die als Anna-Frid auftrat sowie Sieglinde Feige, die die blonde Agnetha mimte. Über leichte Schwächen in Choreografie und Text schauten die Gäste gern hinweg - „Waterloo” und „Mamma Mia” so amüsant präsentiert - das gefiel.

Sogar Jörg Dehm wagte sich mutig in die „Hasper Hölle”. Der CDU-Kandidat für den OB-Posten beäugte seinen Kontrahenten, „den roten Jochen”, zwar ab und an leicht befremdet - Haspe ist eben eine Welt für sich - doch schlug er sich zwischen Kirmesbauer- und Iämpeströterlied wahrlich wacker.

Einer der Höhepunkte beim Erbsensuppenessen: die Auszeichnung der Wachholderlöffelträger (Weber: „Haspes Glanz und Gloria, aus bestem Kirmesholz geschnitzt.”). Neue Rittersfrauen sind Britta Urban („Schlicht und einfach unentbehrlich für die BV Haspe.”) und Sibylla Dietrich (Schaustellerin und erdverbundenes Zuckerschnütchen), zum Wachholderritter wurden Günter Damman („Der Mann für alle Fälle”), Thomas Schweinforth (Tabakbörsen-Betreiber mit Hasper Blut in den Adern), Jürgen Eickhoff („sympathischer Boeler Junge” und Hasper Polizeipräsident in einer Person”) und Michael Eckhoff (Redakteur der Hasper Kirmeszeitung) geschlagen. Dietmar Thieser legte Urgestein Egon Groda die Heimatkette „für sein Lebenswerk” um den Hals. Der 81-Jährige, seit vielen Jahren aktiv im HHBV, bei den Iampeströtern, den Sängern und Kleingärtnern, strahlte gerührt: „Ich wusste gar nicht, dass ich so ein liebes Kerlchen bin.”

Theatermann Werner Hahn und Pfarrer Siegfried Gras hielten die Laudatio - natürlich in musikalischer Manier - auf den Bolzenträger 2009. Ennepetals Bürgermeister Michael Eckhardt wurde für sein jahrelanges Fernbleiben der „Nachbarstadt” humorvoll abgestraft. Eckhardts letzter Besuch liegt fünf Jahre zurück. Damals rückte er gemeinsam mit dem Polizeidirektor des EN-Kreises an. Der Besuch endete dermaßen feucht-fröhlich, dass er seitdem lieber „auf'm Berg in Voerde bleibt”. Doch der erste Mann Ennepetals versprach Besserung.

Die Hasper werden's im Auge behalten.

Yvonne Hinz

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/418492/create

Aktuelle Fotos und Videos
Von Bentley bis Porsche
Bildgalerie
Oldtimerfahrt
Eintracht schlägt Sölfingen
Bildgalerie
Handball
Feuerwehr-Übung in Hagen
Bildgalerie
Jugendfeuerwehr
Dachstuhlbrand in Hagen
Bildgalerie
Feuer
Aus dem Ressort
Kreisel in Haßley eröffnet
Verkehr
Der fünfarmige Kreisel auf Haßley nahe an Autobahn-Anschlussstelle Hagen-Süd wurde nach achtmonatiger Bauzeit für den Verkehr freigegeben
Gaunerei bei der Hagen-Info
Gericht
Eine Mitarbeiterin der Hagen-Info soll in die Kasse der städtischen Tochter gegriffen haben. Vor dem Arbeitsgericht kämpft sie gegen ihre Entlassung.