Farbige Persiflage auf das Erlebte
21.10.2008 | 18:29 Uhr 2008-10-21T18:29:00+0200
Hagen. Sieben Jahren sind vergangenen. Damit ist es für den Hagener Maler Uwe Nickel wieder an der Zeit, seine Bilder in der Märkischen Bank zu zeigen. Nach Ausstellungen in den Jahren 1994 und 2001 kehrt Nickel jetzt mit neuen Arbeiten in das Kreditinstitut zurück.
„Reflexion” heißt die Werkschau, die ab Freitag, 24. Oktober, in der Bank zu sehen ist. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Zwar ist die regelmäßige Wiederkehr des Künstlers nach sieben Jahren ein nettes Detail, das Uwe Nickel belustigt hervorhebt. Es war allerdings nicht ausschlaggebend bei der Entscheidung der Stiftung der Märkischen Bank, die Ausstellung zu präsentieren. Die Stiftung möchte vielmehr hochwertiger Kunst aus der Region ein Forum bieten, wie Hermann Backhaus erklärt. „Mir liegt die Förderung dieser Kunst sehr am Herzen”, so der Vorstandsvorsitzende der Märkischen Bank und Vorstand der Stiftung.
In der Werkschau zeigt Uwe Nickel neuere 50 Arbeiten, die vor Farbintensität und -vitalität strotzen, schließlich ist Uwe Nickel stark von der Pop Art beeinflusst. Wirkt das Farbspiel auf der Leinwand bei einem flüchtigen Blick häufig als rein abstraktes Gefüge, wird beim genaueren Hinsehen jedoch schnell Figürliches sichtbar. Diese Darstellungen nutzt Nickel, um von dem zu erzählen, was er täglich erlebt. „Ich bin viel unterwegs, überall bekomme ich Denkanstöße, die ich kombiniere und ich in meinen Arbeiten umsetze - sozusagen als Persiflage auf das Erlebte”, sagt der Hagener Künstler, der zugleich betont, dass seine Arbeiten nicht per se einen humoristischen Hintergrund hätten.
Um dem Betrachter einen ersten Zugang zu den Gemälden zu ermöglichen, betitelt Nickel seine Arbeiten, deren Wortklang ähnlich opulent ist wie die Farbgebung der Bilder.
Bis Mitte Januar 2009 sind die Arbeiten des Künstler in der Märkischen Bank ausgestellt. Wer es bis ins neue Jahr nicht in die Ausstellung schaffen sollte, sei beruhigt: Womöglich gibt es in sieben Jahren ja ein Wiedersehen mit Uwe Nickel und seinen Werken. Der schönen Regelmäßigkeit wegen.
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