Fans feierten Peter Orloff und die Schwarzmeer-Kosaken
09.09.2008 | 01:21 Uhr 2008-09-09T01:21:00+0200
Breckerfeld. Seine Stimme ist grandios, aber auch mit Publikum versteht er umzugehen, der Peter Orloff: Mit seinem Schwarzmeer Kosaken-Chor zelebrierte er den Auftakt seiner Jubiläumstournee in der ev. Jakobus-Kirche - mit der ersten Zugabe vor der Pause!
Denn so einfach mochten sich die vielen Zuhörer nicht zurück holen lassen von ihrer musikalischen Reise in eine andere Welt zu einer anderen Zeit: Die Schwarzmeer-Kosaken hatten sie verzaubert mit ihren Stimmen, mit der „Cherubim-Hymne” oder dem „Klostergebet”. Nach der Unterbrechung, in der ungezählte Autogramme geschrieben und in der der frühere Schlagerstar Peter Orloff sich immer wieder von seinen Fans mit seinen Fans fotografieren ließ, wurde es weltlicher im Programm „mit den schönsten Perlen aus dem fernen Russland”: Verdis „Gefangenenchor”, das „Lied der Wolgaschlepper”, „Glorreicher Baikalsee” oder „Die Legende von den zwölf Räubern”: Ein Hauch von der Weite der russischen Steppe zog ein ins Kirchenschiff, und die Sänger überzeugten nicht nur als Chor, sondern jeder für sich auch als brillanter Solist.
Und um nur ein Beispiel für die Professionalität zu nennen: Tenor Wenco Simeonov ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, als das Publikum sein Lied „Abendglocken” schon vorzeitig durch anhaltenden Applaus unterbrach: Er zuckte nicht mit der Wimper, und als wieder Ruhe eingekehrt war, brachte er das Stück unbeirrt zuende. Peter Orloff läutete dann das Finale ein mit den „jungen Kosaken vom Don Stenka Rasin”, breitete die Arme aus, als wolle er das gesamte Publikum umarmen: „Sie haben das Konzert auch für uns zu einem besonderen Erlebnis werden lassen mit Ihrem Herzblut und Ihrer Begeisterung”, bedankte er sich für eine „Premiere nach Maß” und meinte: „Wir würden Sie am liebsten auf unsere ganze Tournee mitnehmen!”
Mit der weltberühmten „Kalinka” konnten die Kosaken die Begeisterung des Publikums noch einmal schüren, frenetisches Mitklatschen ließ fast die Kirche beben. Peter Orloff feiert mit dem Schwarzmeer Kosaken-Chor sein 50-jähriges Bühnenjubiläum: Im Alter von 14 Jahren war er in dem Ensemble der jüngste Sänger aller Kosakenchöre. Nach seiner Karriere als Schlagersänger, als ihn Lieder wie „Monika”, „Die Königin der Nacht” oder „Immer, wenn ich Josy seh” bekannt gemacht hatten, folgte er 1993 dem Ruf, in die Fußstapfen seines Vaters Nikolai Orloff zu treten und selbst die musikalische Leitung der Schwarzmeer-Kosaken zu übernehmen. Als „Atamann” des Chores, „der singend betet und betend singt”, feiert er seither überall große Erfolge.
22:37
Ich war dabei und es war wirklich klasse. Es wird auch nicht das letzte Konzert von Peter Orloff und den Schwarzmeer kosaken sein das ich besucht habe,