„Fall Bobby“: Urteil gegen Tierquäler bleibt bestehen

Hagen..  Im Gerichtssaal warteten gestern gespannt Tierschützer, ein Fernsehteam hatte Kamera und Mikrofon aufgebaut – nur einer erschien nicht: der angeklagte Tierquäler (49), der den Jack-Russel-Terrier „Bobby“ aus dem dritten Stock auf die Straße geworfen hatte.

Zur Erinnerung: Der kleine Hund knallte Ende Mai auf den Asphalt der Altenhagener Straße, verlor dabei zwei Zähne, erlitt eine Blasenquetschung und eine Fußverletzung. „Im hohen Bogen“, so ein Augenzeuge, sei „Bobby“ von seinem damaligen Herrchen aus dem Fenster geworfen worden.

Amtliches Tierhalteverbot

Die Stadt verhängte gegen den Besitzer ein amtliches Tierhalteverbot. Das Amtsgericht verurteilte ihn im Oktober zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe. Zudem muss der Mann, der 380 Euro Grundsicherung bezieht, 1000 Euro an den Hagener Tierschutzverein zahlen.

Das Urteil missfiel dem Tierquäler, er legte Berufung dagegen ein. Die 8. Kammer des Landgerichts wartete gestern 18 Minuten lang auf ihn, dann verwarf Vorsitzender Richter Dieter Krause die Berufung – das alte Urteil bleibt bestehen.