Ex-Chef klagt gegen Flughafen in Dortmund

Dortmund..  Als Markus Bunk vor fast genau zwei Jahren verkündete, er werde seinen Vertrag als Chef des Dortmunder Flughafens aus familiären Gründen nicht verlängern, war das wohl nicht der einzige Grund. Auch seine damalige Freude darüber, dass Guntram Pehlke, Vorstandschef der Stadtwerke (DSW21), „darum gekämpft hat, dass ich bleibe“, stellt sich heute etwas anders dar. Pehlke mag sich zwar bemüht haben, dass Bunk eine Nachfolgebeschäftigung bekommt, doch als Flughafenchef wollte er ihn nach fünf Jahren wohl nicht länger.

Frist offenbar versäumt

Heute liegen die Flughafen-Gesellschafter DSW21 (74 Prozent) und Stadt (26 Prozent) im Rechtsstreit mit Markus Bunk. Es geht um seinen Vertrag, den er damals angeblich nicht verlängern wollte. Der hatte eine Fortsetzungsklausel. In diesem Fall verlängert sich solch ein Fünf-Jahres-Vertrag um zwölf Monate, wenn er nicht fristgerecht gekündigt wird. Das hatten die Gesellschafter offenbar versäumt.

Laut Insidern soll Bunk bei der Beantragung der letztendlich durchgesetzten Betriebszeitenverlängerung Fehler gemacht haben. Kritiker kreideten ihm auch an, die politischen Aufgaben eines Flughafen-Geschäftsführers unterschätzt zu haben. Nun kämpft Bunk um sein Gehalt für die zwölf Monate, um die sich sein Vertrag verlängert hätte. Ein Wechsel zum Pannen-Flughafen Berlin Brandenburg klappte nicht.

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