Erzieherinnen streiken schon seit mehr als einer Woche

Seit mehr als einer Woche streiken die Erzieherinnen. Deshalb bleiben auch in Hagen viele städtische Kindertagesstätten geschlossen. Wenn ihr jüngere Geschwister habt, habt ihr davon mit Sicherheit schon etwas mitbekommen. Für viele Familien ist es gar nicht so einfach, für die Betreuung ihrer kleinen Kinder zu sorgen. Zwar hat die Stadt Hagen Notgruppen in drei Tagesstätten eingerichtet. Allerdings wollen oft jüngere Kinder gar nicht von Erzieherinnen betreut werden, die sie gar nicht kennen. Oft springen dann Großeltern ein oder berufstätige Eltern müssen sich frei nehmen. Je länger der Streik dauert, desto schwieriger wird das allerdings.

Ein Ende des Streiks ist aber noch nicht in Sicht. Während die Gewerkschaft Verdi fordert, dass die Leistung der Erzieherinnen besser anerkannt wird, haben die Arbeitgeber – also die Städte – noch kein Angebot unterbreitet.

Die Erzieherinnen argumentieren, dass sie in den letzten Jahren immer mehr leisten müssen. Zum Beispiel kümmern sie sich vermehrt um kleinere Kinder, die noch gewickelt werden müssen. Auch sei die Erziehung von Kindern anspruchsvoller. Erzieherin zu sein, bedeute viel mehr, als nur mit Kindern zu spielen.

Das Problem vieler Städte ist hingegen, dass sie zu wenig Geld haben. Sie zweifeln die Leistung der Erzieherinnen nicht an. Sie glauben aber, dass sie die höheren Gehälter nicht zahlen können.

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