Erfahrener Trainer soll nach verkorkster Hinrunde retten

Hohenlimburg..  Während die Handball-Herren der HSG Hohenlimburg in der Landesliga-Hinrunde noch zwei richtungsweisende Spiele zu absolvieren haben und am Samstag (19 Uhr) daheim auf den TV Schwitten (der Tabellendritte unterlag am Wochenende im Kreispokalviertelfinale beim Verbandsliga-Spitzenreiter HTV Sundwig-Westig mit 19:37) treffen, haben die Hohenlimburger Damen ihre Hinserie beendet und steigen erst am 17. Januar gegen Lüdenscheid wieder ins Punkterennen ein.

Die Zwischenbilanz ist mit 14:8-Punkten und Rang vier alles andere als zufriedenstellend, denn eigentlich hatte sich die HSG vorgenommen, in einer keineswegs stärker gewordenen Liga ernsthaft in den Titelkampf einzugreifen. Nach ordentlichem Start mit 7:1-Punkten gab es aber den ersten Nackenschlag mit der Niederlage in Gevelsberg. Und als dann auch das Heimspiel gegen den späteren verlustpunktfreien Herbstmeister aus Eiserfeld-Siegen sang- und klanglos mit 26:32 verloren ging, war schon klar, dass Trainer Sascha Schmoll erneut scheitern würde. Als dann auch noch ein 26:32 in Sprockhövel folgte, war der sportliche und emotionale Tiefpunkt erreicht, reagierte die Vereinsführung mit der sofortigen Trennung von Schmoll, dessen Aufgaben der bisherige Co-Trainer Rolf Funke übernahm. Er gab beim mühsamen 21:14 über den Drittletzten aus Kierspe-Meinerzhagen seinen Einstand, die erste Serie wurde dann mit einem durchaus achtbaren Remis in Sundwig-Westig abgeschlossen.

Positive Signale

„Natürlich hat uns der verletzungsbedingte Ausfall von Annika Klemke arg getroffen, aber das ist keine einleuchtende Erklärung für die Leistungsstagnation, denn der Kader ist deutlich breiter aufgestellt als im Vorjahr“, meinte der für den Damenbereich zuständige Stephan Niedergriese. In der Winterpause wurde eifrig daran gebastelt, den Verbleib der Stammkräfte sicherzustellen, was auch in weiten Zügen (so bleiben in Janine Ellermann und Svenja Schaffrin beide Torfrauen, haben auch Nina Hillebrecht und, was Niedergriese besonders freut, Carina Voss ihre Zusage für die Saison 15/16 gegeben) bereits gelungen ist. Und auch im Hinblick auf einen neuen Chefcoach – Funke wird das Amt bis zum Saisonende weiterführen und bereitet das Team unter anderem mit zwei Testspielen gegen Germania Kaiserau II auf die Rückserie vor – gibt es schon positive Signale, einen erfahrenen Damentrainer verpflichten zu können. Weiterer Hoffnungsschimmer: Die torgefährliche Allrounderin Mandy Linde wird nach ihrer Babypause und auskurierter Verletzungen noch in der zweiten Serie ins Wettkampfgeschehen einsteigen.

Ein Blick auf die Hinrundenbilanz zeigt, dass keine die Mannschaft nach wie vor extrem von der Tagesform ihrer bereits 40-jährigen Co-Trainerin Nathalia Funke-Kumann und der mit 58 Toren erfolgreichsten Schützin Nina Hillebrecht angewiesen sind.

Hier die Einsätze (in Klammern: Tore): Svenja Schaffrin 10, Janina Ellermann 9, Janina Druskus 11 (21), Laura Funke 11 (20), Annika Funke 11 (17), Nathalie Funke-Kamann 10 (52/4), Nadine Geitebrügge 10 (14), Nina Hillebrecht 9 (58/18), Anna Spelsberg 9 (13), Annalena Geier 9 (3), Carina Voss 8 (24), Jasmin Hinz 8 (4), Annalena Schneider 7 (12), Annika Klemke 4 (22/8), Lea Schmoll 2, Vanessa Raabe 1 (2), Pia Wyskott 1.