Emil Schumacher knüllte und schlitzte Papier
02.02.2012 | 17:51 Uhr 2012-02-02T17:51:00+0100Hagen. Es war kalt, als Emil Schumacher in Minnesota war. „So kalt wie es jetzt hier ist, oder eher noch kälter“, erinnert sich Ulrich Schumacher an den Besuch bei seinem Vater, der 1967/68 als Gastprofessor an der Minneapolis School of Art unterrichtete. „Das war nicht so selbstverständlich damals, nach Amerika zu gehen.“ Schumacher ging und erkundete seine Umgebung, machte mit seiner Frau lange Spaziergänge. Auf einem fiel ihm buchstäblich eine Papierrolle vor die Füße. Profanes Backpapier. „Das Papier wölbte sich im Wind“, erzählt Ulrich Schumacher. Dieser Anblick fasziniert und inspirierte den Künstler. Er klemmte die Rolle unter den Arm, nahm sie mit ins Atelier und schuf spannende reliefartige Bilder. Er zerriss, knüllte, schlitzte und bemalte das Material. „Es war ein neuer Werkstoff für ihn.“ Außerdem experimentierte er mit Acryl, was das intensiv bearbeitete Papier verfestigte. Ein Großteil der als „Minnesota-Suite“ entstandenen Gouachen wurden damals verkauft, Schumacher war populär in den Staaten. Nur wenige Werke sind in Deutschland. Zehn zeigt die Kabinettausstellung, die vom 5. Februar bis 12. April im Schumacher-Museum läuft.
„Damit eröffnen wir den Reigen der Ausstellungen im Jubiläumsjahr“, verkündet Rouven Lotz, Leiter des Schumacher-Museums. Emil Schumacher wurde am 29. August vor 100 Jahren geboren. Die Minnesota-Suite ist der Auftakt dafür, dass sich Schumacher mit Papier beschäftigte. „Mit den geknoteten Papierbahnen lotete er die Grenze zwischen Malerei und Skulptur“, erklärt Lotz. Sie hängen ebenfalls in der Kabinettausstellung, die insgesamt 17 Bilder umfasst.
23:41
Sie haben leider den Demnitz vergessen in ihrer Aufzählung, denn der gehört in die erste Reihe beim Aufzählen, oder sind Genossen aussen vor?
Nein, nein.
Es waren nur die ersten Namen, die mir sofort einfielen.
Einen Anspruch auf Vollzähligkeit hat die Aufzählung natürlich nicht.
08:24
Ich bin ein wenig entsetzt über diese Kommentare.
Ich denke, man sollte sein denken über den Museumskomplex und das über des Künstlers Werk strikt trennen.
Wer sich nicht mit dem Künstler auseinandersetzen will (oder kann), muß sich trotzdem nicht so herablassend darüber äußern. Er sollte vielleicht besser schweigen.
Das heißt natürlich nicht, daß man deshalb dieses Denkmal architektonischen und rechnerischen Unwissens gut finden muß.
Aber hierzu sollte man sich dann bitte auch über die Verantwortlichen aufregen (der damalige OB Horn, der damalige Sparkassenvorstand Hacker, der Stadtbaurat Grothe, des Künstlers profilierungssüchtiger Sohn, ......)
Schönes Wochenende.
00:51
Ich hab e jetzt schon von mehreren Fällen gehört, die nach dem Besuch des Schmierenmuseums Augenkrebs bekommen haben!
Also Vorsicht, und zumindest eine Schutzbrille aufsetzen, besser die Örtlichkeit ganz meiden!
19:57
@3 harkorten
Danke für die Ermutigung, ich denke, wenn ich die Skulpturen, die ich vorher unter Nutzung modernster Keramiktechnik erschaffen habe, direkt mitliefere, sollte mir das ESM eine gute Startrampe Richtung Guggenheim, Louvre usw. sein. Vorher biete ich aber noch ein Brückenprojekt an - Standardweiß für 1,5 Mio. Euro, aus ästhetischen Gründen ohne Beleuchtung (das macht´s leider teurer).
18:53
hätte er doch mit allen werken machen sollen. knüllen und schlitzen fallen mir zu seinen bildern auch sofort ein...
18:39
Was mag die kulturliebende geschrieben haben, wenn ihr Kommentar blockiert wird? Seltsam, ansonsten huldigt gerade sie immer der Kunst.
@karnevalsprinz Nur einfach mal nach einem Gutachter Ausschau halten, der Ihnen bescheinigt, dass das von Ihnen produzierte Papierknäul wirklich Kunst ist. Wenn Sie Glück haben finden Sie noch einen Platz im Schumacher- oder Osthausmuseum und können sich ebenfalls über die Wertsteigerung Ihrer Kunstwerke freuen.
Eine gute Idee. Die auf dem Papier platzierten Kunstwerke sollten definitiv im Emil-Schumacher-Museum ausgestellt werden, da sie perfekt zu den Schumacher-Werken passen. Zumindest materiell. ;-P
18:17
Ich zerknüll auch öfter Papier. Das muss ich aber nicht im Park suchen, bei mir kommt das im Bad von der Rolle.
18:04
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