Emil-Geburtstag mit 8000 Stück Kuchen
22.08.2008 | 18:13 Uhr 2008-08-22T18:13:00+0200
Kleine Brötchen kommen Peter Pietzsch am Freitag nicht in die Tüte. Da hätte Emil Schumacher Geburtstag, den 96. Zur großen Party hat der Förderverein 4000 Schüler eingeladen und serviert 8000 Stück Kuchen – weil das Museum noch nicht eröffnet ist, in der ganzen Innenstadt.
„Das Emil-Schumacher-Museum muss gefüllt werden. Mit jungen Leuten und mit Leben”, sagt Peter Pietzsch und verkneift es sich nicht, das Hin und Her um den Eröffnungstermin als ein „Trauerspiel” zu bezeichnen. „Wir machen weiter, wir ziehen das Fest für Emil durch”, spricht Pietzsch für den Förderverein. Denn: „Wir haben das Gefühl, etwas zu erreichen.” Was? „Begeisterung”, sagt Pietzsch. Bei wem? Bei Kindern – den hoffentlich zukünftigen Museumsbesuchern.
4000 Schüler wollen zur Party für Emil am 29. August kommen. Schulbankdrücken fällt für sie an diesem Tag aus – offiziell genehmigt vom Regierungspräsidenten Helmut Diegel als „Unterricht am anderen Ort”. Mit 8000 Stück Kuchen wollen die kleinen Gratulanten den großen Hagener Künstler feiern – gespendet von der Bächerinnung Ruhr.
Und das ist erst der Anfang: Das Zehlenspiel für die Fete der Superlative am 29. August geht weiter: „Mit 10 000 Wäscheklammern sollen die Kinder ihre Bilder auf den Bauzäunen aufhängen”, erklärt Pietzsch. 50 werden auf dem Theatervorplatz, 70 auf dem Ebertplatz aufgestellt. Mit den von den Schülern gestalteten „Kunstwerken für Emil”, so das Motto des Festes, entsteht eine riesige Ausstellung – draußen, umsonst und für jedermann und -frau.
Das Spektakel beginnt für die 2000 Grundschüler aus 21 Schulen um 12 Uhr vor dem Theater und dauert bis 14 Uhr. Ab 14.30 Uhr bis 18 Uhr gehört der Platz vor der Volme-Galerie den ebenfalls 2000 Schülern der weiterführenden Schulen. Ab beiden Orten werden Bühnen aufgebaut, auf denen Klassen ihre „Ständchen” singen, tanzen und präsentieren.
Zum großen Finale spielt die Band „Halz Maul und Spiel” ab 19 Uhr auf dem Ebertplatz – der Eintritt ist kostenlos. Apropos Kosten: Die Sause kostet die Stadt keinen Cent, erklärt Pietzsch. Förderverein und Sponsoren haben sie aus eigener Tasche gestemmt.
Die Vorfreude auf das Fest am Freitag lässt Peter Pietzsch ganz euphorisch werden. Kaum ist das eine gefeiert, ist er in seinen Gedanken schon beim nächsten. Das Motto für Emils 97. Geburtag steht nämlich auch schon fest: „Emil und die Kreativen”, verriet Pietzsch. Das soll aber dann bitte im neuen und bis dahin eröffneten Museum stattfinden.
09:11
Dem ist nichts hinzuzufügen.
19:16
Ich bin selber in Hagen geboren und habe diese Stadt allen Unkenrufen immer verteidigt. Was jedoch mittlerweile in dieser Stadt politisch vor sich geht ist kaum noch auszuhalten. Die begrenzten finanziellen Möglichkeiten sollten schlicht und ergreifend auf die wesentlichen Punkte beschränkt werden und nicht in Projekte fließen woran sich wenige nur erfreuen. Dafür hat diese Stadt einfach zu viele „Baustellen“. Auch gesellschaftspolitisch ist Hagen auf dem absteigenden Ast, ich kann jedenfalls nichts Gutes daran erkennen wenn mittlerweile rund 1/3 der Hagener einen Migrationshintergrund besitzt. All das liegt in den Händen der Politik und das heißt in Hagen, SPD. Mag sein das der ein oder andere Schreiber von Kommentaren Anhänger mit oder ohne Parteibuch der SPD ist. So langsam sollte aber selbst der eingefahrenste Parteisoldat so ehrlich sein und Tacheles reden. Ignoranz und Gutmenschentum sind nicht mehr angebracht. Die Karre muss wieder aus dem Dreck gezogen werden und das geht definitiv nur ohne der SPD und ihren Seilschaften.
13:57
@selberdenker (wieso eigentlich denker?) - noch einmal gebetsmühlenartig (weil ich es an solchen Stellen schon oft geschrieben habe): Horn hat einst Wahlkampf gemacht mit dem Versprechen, das Museum zu bauen - und er hat dafür die Mehrheit bekommen. Dass er sein Versprechen gehalten hat, kann man ihm doch wohl jetzt nicht anlasten, oder? Wenn Sie jetzt jemanden beschimpfen, dann sollten Sie diejenigen beschimpfen, die Horn einst zum OB gewählt haben (wobei dies ja die Mehrheit war und nicht ein paar wenige ignorante ***********). Im Übrigen denke ich gar nicht daran wegzuziehen, weil ich mich eigentlich in Hagen pudelwohl fühle (anders als in der Stadt, in der ich zuvor eine Zeitlang gelebt habe) - schade nur, dass es hier ein paar Permanent-Nörgler zuviel gibt.
12:15
Selbstdenker, selber. Anders kann man das nicht ausdrücken...
12:13
Pille-Palle zieh doch weg. Ingnorante *********** haben wir hier genug.
10:01
Danke, Hans Otto! Typisch Hagener: erst produzieren sie keine Kinder, dann sind sie sauer, dass einige leere Schulen geschlossen werden, um gleichzeitig wieder darüber zu meckern, dass zuviel Geld ausgegeben wird - so sind sie, die Volmestädter....
09:28
Schulen werden doch nicht geschlossen, weil das Museum einiges kostet, sondern weil zu wenig Kinder auf die Welt kommen und sich einzügige Stufen nicht rechnen. Das ist doch wohl die Logik. Immer alles auf der EMS abschieben und die Schuld von sich weisen ist echt eine super Lösung für alle Probleme. Mit so einer Argumentation sind Sie hier bestimmt bei den REPs gut aufgehoben.
09:02
Emil Schuhmacher hätte kein Museum gewollt, wenn er gewusst hätte dass dafür Schulen und Bibliotheken geschlossen würden. Das Museum ist für Politiker die sich ein Denkmal setzen wollen und für die Angehörigen Schuhmachers die ihre Nase viel zu hoch im Wind tragen. Das ganze wird ein finanzieller Reinfall. Aber damit hat man in Hagen, dank unserer kompetenten Politiker, ausreichend Erfahrung.
08:45
Da machen ein paar finanzkräftige Leute die große Sause für ein paar beschmierte Leinwände und etwas, das Hagen kulturell-finanziell das Genick brechen wird.
23:53
Die Sause kostet keinen Cent aber das Museum kostet den Bürgern Bibliotheken und Schulen.