Elfie Pfeil: „Einmal in Südafrika unterrichten“

Kathrin Böckenförde mit ihren Schützlingen in Südafrika.
Kathrin Böckenförde mit ihren Schützlingen in Südafrika.
Foto: WP

Oege..  Die Oegerin Elfie Pfeil hat noch einen Traum. „Irgendwann reise auch ich nach Südafrika, um dort Kinder und Jugendliche zu unterrichten.“ Wann sie diesen Traum leben wird, weiß sie noch nicht. Dafür müssen die privaten Voraussetzungen stimmen. Und das ist gegenwärtig noch nicht der Fall.

Fast vierzig Jahre haben nämlich Kinder und Jugendliche das Berufsleben der 66-Jährigen geprägt, die an der Hauptschule unterrichtet hat. Den Großteil davon in Elsey.

Als Lehramtsstudentin hatte sie in den 80er Jahren eine Begegnung der besonderen Art. Und zwar mit Sylke Funke. Die studierte zu dieser Zeit an der Volme Sozialarbeit. Die beiden damals jungen Frauen wurden Freundinnen. Fürs Leben.

Diese Freundschaft hielt auch, als Sylke Funke im Jahr 1987 in die Niederlande zog und heiratete.

Fast zwanzig Jahre später bewies sie mit ihrer Familie Mut, stellte das bisherige Leben beinahe auf den Kopf. Denn Familie Funke riss in den Niederlanden alle Zäune ein und zog nach Hout Bay in die Nähe von Kapstadt in Südafrika. Dort arbeitete die ausgebildete Familientherapeutin im örtlichen Township in verschiedenen Projekten, um Armut und Gewalt zu bekämpfen und Kinder zu ermutigen, ihr Leben zu ändern und in die eigenen Hände zu nehmen. Ihre beruflichen Erfahrungen in Deutschland und insbesondere in den Niederlanden kommen ihr dabei zugute, denn in Europa hatte sie in Obdachlosenheimen gearbeitet und junge, drogenabhängige Frauen therapiert.

Vor nunmehr zwei Jahren wagte sie einen Schritt. Sie gründete mit Freunden die Organisation „ubuntu4afrika“. Dadurch erhielt sie die Möglichkeit, Praktikanten und Freiwillige aus Deutschland und den Niederlanden eine Chance zu bieten, sie und ihr Team in der pädagogischen und der sonderpädagogischen Arbeit zu unterstützen.

Projekte mit Interesse verfolgt

Dieses Projekt verfolgt Elfie Pfeil seither vom Oeger Sonnenberg aus mit großem Interesse, bietet das Internet die Möglichkeiten intensiver Kommunikation.

Auch mit ihren Töchtern Daniela und Julia, die in die pädagogischen Fußstapfen ihrer Mutter getreten sind, spricht Elfie Pfeil wiederholt über das Engagement ihrer Freundin. So erfuhr auch Kathrin Böckenförde, bis zum Sommer des vergangenen Jahres Schülerin des Hohenlimburger Gymnasiums, von Sylke Funke und den unkonventionellen Projekten im Township.

Mit der Unbekümmertheit und dem Mut einer jungen Abiturientin entschloss sich die 18-Jährige, das Abenteuer Südafrika einzugehen. Elfie Pfeil knüpfte dazu die Kontakte und vermittelte.