Eisscholle auf Volme in Hagen beschädigt Kunstwerk "Buttje"
14.02.2012 | 19:14 Uhr 2012-02-14T19:14:00+0100
Hagen. Buttje ist in die Tiefe der Volme abgetaucht. Die Fischskulptur des Künstlers Peter Fishman aus der Partnerstadt Smolensk, die seit Mai 2011 auf einem fünf Tonnen schweren Steinsockel oberhalb der Strömung thronte, wurde von der Kraft der Elemente ins Wasser gestoßen.
Eine treibende Eisscholle hatte Buttje mitten zwischen die Kiemen getroffen und ihm den Knock-out versetzt. Zunächst taumelte Buttje noch und konnte sich in Schieflage an der Eisscholle halten. Das einsetzende Tauwetter machte schließlich nicht nur der Eisscholle den Garaus, sondern sorgte dafür, dass Buttje jetzt wie eine tote Scholle seitlich auf dem Grund der Volme ruht.
Instandsetzung aus Steuermitteln
Dabei hatte eine aufwändigen Instandsetzung des Fundaments im Mai des vergangenen Jahres dafür sorgen sollen, dass der steinerne Fisch, eine Schenkung der russischen Partnerkommune Smolensk an die Stadt, bis in alle Ewigkeit den Naturgewalten trotzt. Denn die Skulptur, die seit September 2006 unterhalb der Brücke an der Badstraße steht, war bereits im letzten Winter von Treibgut erfasst und in die Volme geschubst worden. Aus Mitteln der Gewässerunterhaltung, also aus Steuermitteln, hatte ein Autokran vor neun Monaten einen fünf Tonnen schweren Steinblock einen Meter Tief in den Grund des Flusses eingelassen. Rund 6000 Euro kostete die Aktion. „Buttje wurde mit einem Steinkleber für Skulpturen auf dem Fundament befestigt“, erläutert Hans-Werner Engel, Vorsitzender des Freundeskreises Hagen-Smolensk, „wir dachten eigentlich, das hält.“
Doch jetzt ist der Fisch erneut gestrauchelt und liegt im Wasser. „Daran kann man sehen, welche gewaltigen Kräfte dort wirken“, sagt Hans-Joachim Bihs, Leiter der Stadtentwässerung Hagen (SEH), unter deren Führung der Sockel für die Skulptur im Mai ins Wasser gelassen worden war. Es müsse noch ermittelt werden, ob auch das schwere Fundament durch den Rammstoß der Scholle Schaden genommen habe. „Falls das so ist, müssen wir schauen, wie wir bei der Lage der Stadtfinanzen eine Reparatur finanzieren.“ Wenn der Sockel nicht in Mitleidenschaft gezogen ist, reicht indes ein Eimer Kleber, um Buttje wieder an Ort und Stelle zu befestigen.
15:43
daß die etwas abseits der Volme, so die Hochstrasse runter, flußabwärts fast bis zur Marienkirche, da ein bestimmtes Quartier etwas flußabwärts mitnimmt?
Würde der Stadt Hagen finanziell sehr helfen, und vielleicht könnte man ja dort einen Museumswald anlegen. Der müßte nicht klimatisiert, sondern vielleicht nur ab und zu bewässert werden.
Andererseits, ohne das Parkhaus gäbe es hier einige Artikel weniger....
11:23
Der Fisch wollte ins Wasser......Kräfte berechnen kann man schon in Klasse 9, ich hätts sicher besser hinbekommen.
18:35
Lasst ihn doch schwimmen. Fische lieben die Freiheit. Er kann auch in ein schlichtes Aquarium an der Elberfelder Str. 6 ins Blumenbeet integriert werden. Dort kann er er den toten Bekannten nachtrauern.
18:26
Reden wir bei der Instandsetzung im letzten Jahr über "Try and Error", oder hat tatsächlich mal jemand die anfallenden Kräfte berechnet? Falls nicht, die 6000 Euro bitte dem verantwortlichen Sachbearbeiter der Stadt privat belasten, falls doch, sollte es ein leichtes sein, der ausführenden Firma die fehlerhafte Ausführung nachzuweisen.
16:39
ich seh schon, das wird so eine aktion wie an der lenne, wo für die kanuten alles für viel geld einbetoniert wurde in der hoffnung auf olympische spiele. so schwierig kann es doch nicht sein, das ding irgendwo eissicher zu befestigen. die volme hat schon genug geld geschluckt, sei es für die behindertenrampe oder den pfad, den kein mensch nutzt und auch niemand pflegt. stellt die skulptur doch in die bahnhofstraße oder fußgängerzone.
14:23
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14:23
Es mag ja auf den ersten Blick eine wahnsinnig originelle Idee gewesen sein, das Ding mitten in den Fluss zu stellen, aber eigentlich hätte einem schon beim zweiten darüber Nachdenken einfallen können, dass das mehr Ärger bringen wird als es nutzt. Das ist jetzt die zweite Reparatur innerhalb eines Jahres, vielleicht stellt man ihn doch mal wo auf, wo er nicht alle paar Monate vom Hochwasser oder vom Eis wegeeschemmt wird.