Eintracht und TSK mit dicken Brocken

Hohenlimburg..  In der Kreisliga A müsste es – zumindest in der Gruppe 1 – wohl kleine Fußball-Wunder geben, wenn die heimischen Protagonisten der Statistik Lügen strafen wollen. Aber bekanntlich kommt es erstens anders als man zweitens denkt.

Nachbarschaftshilfe könnte die zweite Mannschaft des SV Hohenlimburg 1910 leisten, denn sie erwartet morgen um 13 Uhr auf dem Kunstrasen des Kirchenbergstadions die SG Vorhalle. Der morgige Gegner steht auf dem einzigen Abstiegsplatz in der Klasse, hat fünf Punkte Rückstand auf den TSV Dahl und sechs auf Eintracht Hohenlimburg. Alles andere als ein hoher Sieg für die Zehner wäre eine faustdicke Überraschung.

Gut aus der Affäre ziehen

Darüber würde sich die Eintracht freuen, gastiert doch morgen um 15 Uhr auf der Klutert beim Tabellenzweiten Fortuna Hagen. „Da müssen wir uns gut aus der Affäre ziehen, sonst ist die Moral wieder angeknackst“, so Coach Herbert Preilowski. Der Abstand zu Vorhalle ist dem Trainer noch nicht groß genug, sechs Zähler möchte er mindestens noch holen. „Fortuna hat sich sehr gut verstärkt, da wird es schwer“, sagt Preilowski, der auf die Rückkehr von Stürmer Marvin Riesner hofft. Riesner spielte nach seiner Verletzung in der Vorwoche schon in der zweiten Mannschaft, machte dort zwei Tore und gab eine Vorlage. „Wenn er fit ist, ist er dabei“, sagt Preilowski. Ansonsten hat er keine personellen Probleme. „Hoffen wir mal, dass es so bleibt!“

Auch auf Selahattin Bas, Trainer des TSK Hohenlimburg, wartet eine schwere Aufgabe, tritt morgen um 15.15 Uhr bei Spitzenreiter SSV Hagen (Höing) an. „Der Sieg in der Vorwoche war schon ganz wichtig, jetzt kann ich etwas ruhiger schlafen“, so der Coach, der bei elf Punkten Vorsprung vor der SG Vorhalle nicht mehr nach unten schauen braucht. Aber jetzt stehen zwei harte Brocken an – morgen der SSV, eine Woche später der SV Hohenlimburg 1910 II. Selahattin Bas geht forsch an die zwei Partien heran, insgesamt zwei Punkte sind das Ziel. Verzichten muss er morgen auf seinen Torwart Rafael Rajski, zwei Spieler sind angeschlagen. „Ich denke, ein, zwei Verstärkungen aus der zweiten Mannschaft werden wir schon brauchen.“

Lucht schaut noch nach unten

Auf eine „Wundertüte“ trifft in der Gruppe 2 morgen der SC Berchum/Garenfeld II. Um 17 Uhr auf der Bezirkssportanlage Haspe ist Cemspor Hagen der Gegner. Die Hagener haben mit Tugay Yavuz einen Ex-Zehner in ihren Reihen, der in der Jugend bei Borussia Dortmund gespielt hat, ebenso wie Fatih Celik, der von Ararat Gevelsberg nach Cemspor gewechselt ist. „Der hat in der Türkei mal zweite Liga gespielt“, so SC-Trainer Stefan Lucht. „Wenn wir die beiden ausschalten, dann ist für uns auch was drin.“ Noch schaut der Coach eher nach unten in der Tabelle, sechs Zähler will er noch mindestens holen, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern. Patrick Franczyk ist wieder im Kader, dafür ist Kai Tilsner angeschlagen. Es wird aber wieder Unterstützung aus der ersten Mannschaft geben. „Niko Liodis hat uns in der Vorwoche sehr geholfen“, so Stefan Lucht.