Einbrecher-Trio muss hinter Ginter
21.04.2009 | 17:36 Uhr 2009-04-21T17:36:00+0200Hagen. Die rumänische Einbrecherbande machte eine Nacht lang den Stadtteil Fley unsicher. Nach wilder Verfolgungsjagd mit der Polizei sprangen drei Täter in die Lenne. Dem kalten Bad folgte gestern noch die kalte Dusche: Urteilsverkündung vor dem Schöffengericht.
Zanfir St. (28), bereits als Einbrecher vorbestraft, muss für zwei Jahre und elf Monate hinter Gitter. Mircea B. (24) geht für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Und Mihail B. (22), der als einziger bereits bei der Polizei ein Geständnis abgelegt hatte, verschwindet für zwei Jahre und drei Monate in Haft. „Schwerer Bandendiebstahl”, lautete das Urteil des vorsitzenden Richters Michael Brass.
14 Einbrüche in nur zwei Stunden. Die Anwohner der Sauerlandstraße, der Straßen Angerpfad, Am Fleyer Bach und Schmittewinkel hatten am 3. November eine unruhige Nacht und ungebetene Besucher im Haus. Gestohlen wurden Bargeld, Schmuck, Taschencomputer und Kfz-Papiere. In der Notrufzentrale stand das Telefon nicht still.
Auf der Flucht vor der Polizei sprangen Mircea B. und Zanfir St. in der Dunkelheit von einer Brücke, stürzten 12 Meter tief, schlugen schwerverletzt in der Lenne auf: gebrochenes Brustbein, Wirbelkörperfrakturen. Zanfir St. verbrachte fünf Wochen im Krankenhaus. Sein Anwalt Dieter Kaufmann: „Das war ganz knapp an einer Querschnittlähmung vorbei.”
Gestern, am zweiten Verhandlungstag, legten die drei gefassten Männer (ein vierter konnte fliehen) überraschend Geständnisse ab. Mihail B.: „Ich bin in Rumänien als Buchhalter beschäftigt und hier in Deutschland in schlechte Gesellschaft geraten. Es tut mir leid.” Mircea B.: „Ich war zwar bei den Einbrüchen dabei, bin aber in die Wohnungen nicht 'reingeganen. Ich bitte trotzdem um Verzeihung.” Zanfir St. schrieb sämtlichen Geschädigten Entschuldigungsbriefe, die im Gerichtssaal überreicht wurden. Sein Anwalt bot noch 100 Euro Entschädigung an: „Als Täter-Opfer-Ausgleich.” Damit wollte er bei den Richtern positiv punkten.
Doch vorerst wird keiner der drei Einbrecher seine Zelle verlassen. In Gummersbach wartet bereits der nächste Prozess - wegen einer anderen Einbruchsserie.
22:34
ich finde diese artikel besser.
21:59
Der gleiche Text zu diesem Prozess von (sam) in der Westfälischen Rundschau ist besser und einfühlsamer geschrieben. Herr Ullrich, wenn Sie nicht so gut schreiben können wie sam, dann sollten Sie es einfach lassen!