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Straßenbahnfest

Ein Stück Geschichte landete vor dem Breckerfelder Bahnhof

05.11.2012 | 00:00 Uhr
Ein Stück Geschichte landete vor dem Breckerfelder Bahnhof
Straßenbahnfest am Breckerfelder Bahnhof mit historischer Straßenbahn und Omnibus der Linie 11.Foto: Michael Kleinrensing

Breckerfeld. Nostalgie pur erlebten Straßenbahnfreunde am Samstag auf dem Marktplatz der Hansestadt: Anlässlich der Buchvorstellung „Mit der Linie 11 ins Grüne - Bitte umsteigen - Über Haspe und Voerde nach Breckerfeld“ der Autoren Dirk Göbel und Jörg Rudat im alten Breckerfelder Bahnhof, setzte ein riesiger Autokran einen Original-Triebwagen vor dem Bahnhofsgebäude an der Stelle ab, von der am 2. November 1963 der letzte Zug der Linie 11 die Hansestadt verließ.

Ein Tieflader hatte ihn aus dem Straßenbahnmuseum Wuppertal nach Breckerfeld gebracht. Bürgermeister Klaus Baumann dankte im Wartesaal des alten Bahnhofs Dirk Göbel und Jörg Rudat: „Durch ihr neues Buch ist es Ihnen gelungen, die Linie 11 für all die Menschen, die sie gekannt haben und heute noch lieben, wieder in Fahrt zu bringen.“

Während im alten Wartesaal nach der Buchvorstellung eine Dia-Show eindrucksvolle Bilder der er einst als „schönste Straßenbahnstrecke Deutschlands“ gepriesenen Linie 11 zeigten, erläuterte auf dem Marktplatz im alten Triebwagen Thomas Wächter vom Straßenbahnmuseum Wuppertal vielen interessierten Besuchern technische Details, natürlich in einer Original-Uniform.

Thomas Wächter: „Dieser Wagen der Linie 11, Baujahr 1957, ist als einer von fünf für den Personenzugverkehr zugelassenen Fahrzeugen unserer Museumsbahn im Kallenbachtal in Wuppertal von April bis Oktober zwischen den Stationen Kohlfurther Brücke und Greuel seit Jahren im Einsatz.“

Regelmäßig werde er einer technischen Untersuchung unterzogen und erfülle auch noch heute den neuesten technischen Standard, den auch die Straßenbahntriebwagen der heutigen großen Verkehrsbetriebe vorweisen müssten. Angetrieben wird der Wagen von zwei Motoren , die je 55 kW (600 Volt Gleichstrom) leisten.

Thomas Wächter ist „Amateur-Straßenbahnfahrer“, allerdings ausgestattet mit einer nach strengen Kriterien erworbenen Erlaubnis zur Führung von Schienentriebfahrzeugen. Wächter: „Um meinen „Straßenbahn-Führerschein“ zu erlangen, absolvierte ich eine Ausbildung bei der Bogestra und musste dazu natürlich auch einen Gesundheits- Check vornehmen lassen.“

Für den Einsatz bei Fahrten auf der Museumsbahn in Wuppertal steht Thomas Wächter zehn bis 15 mal im Jahr zur Verfügung.

Im Gespräch mit unserer Zeitung dankte Thomas Wächter den heimischen Straßenbahnfreunden Peter und Martin Gensler und Dietmar Vesper für ihre Hilfe: „Sie zogen eine Stromleitung - natürlich ohne Anschluss ans öffentliche Netz - quer über den Marktplatz, um eine originale Ansicht des Triebwagens und seines Stromabnehmers für die Nostalgiebilder der Fotografen liefern zu können.“

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