Ein schöner Tag für St. Laurentius

Halden..  „Wir sind keine Roboter. Wir sind Menschen, denen eine Aufgabe wichtig ist.“ Mit nachdenklichen Worten, mit Weihwasser und fröhlichem Gesang wurde der neue Schwerstbehinderten-Bereich der St. Laurentius-Werkstätte des Caritasverbandes Halden (ein)geweiht. Caritas-Pfarrer Christoph Schneider betonte die Wichtigkeit der Aufgaben, die in den hellen und modernen Räumen vollbracht werden. „Gut, dass nicht alles berechnet wird, was wir leisten.“

In etwas mehr als einem Jahr konnte der Anbau fertiggestellt werden, Ende Februar wurde er planmäßig fertiggestellt und in Betrieb genommen. Er bietet 24 Plätze für schwerstmehrfachbehinderte Menschen mit drei schönen, neuen Gruppenräumen für je acht Personen. Das Raumprogramm ist auf einen Personenkreis mit Schwerstmehrfachbehinderung abgestimmt und bietet mit Ruheräumen, einem Snoezelraum, einem Bällchenbad und einem Atrium im Außenbereich Rückzugsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung. Darüber hinaus sind behindertengerechte Pflegebäder und Sanitärräume vorhanden.

Mit dieser Maßnahme konnte die Werkstätte ein seit Jahren bestehendes Problem lösen. Seit 1990 werden in Halden Menschen mit Mehrfachbehinderungen betreut und begleitet und so waren die Unterbringungsmöglichkeiten schlicht und einfach in die Jahre gekommen, zudem betreuen die Mitarbeiter mehr Menschen als ursprünglich geplant. „Das war ein wichtiger Schritt in die Zukunft, da davon auszugehen ist, dass der Personenkreis der Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung wachsen wird“, freut sich Werkstattleiterin Cornelia von Frantzki über die Erweiterung. „Mit dem Neubau konnte nun ein Schwerbehindertenbereich errichtet werden, der baulich, konzeptionell und personell auf dem neuesten Stand ist.“ Nun geht es daran, den alten Schwerbehindertenbereich auf Vordermann zu bringen. Entsprechend der fortschrittlichen Konzeption wird dieser nun umgestaltet.

„Es ist ein schöner Tag für diese Werkstatt“, hielt der scheidende Vorstand Wolfgang Röspel fest. „Lasst uns miteinander feiern!“, forderte er Mitarbeiter und Gäste auf.

Der Neubau wurde durch Fördermittel des LWL-Integrationsamtes Westfalen-Lippe, des Ministers für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit sowie durch Eigenmittel des Caritasverbandes Hagen errichtet.