Ein kleiner Piks, der Leben rettet

Hohenlimburg..  Es finden sich immer weniger freiwillige Lebensretter, obwohl es so wichtig ist. Blutspenden kann nämlich Leben retten. Deshalb bitten wir Euch heute: seid mutig, geht spenden. Blut kann trotz der fortschreitenden medizinischen Erkenntnisse noch immer nicht künstlich hergestellt werden. Es kommt auf uns an, wenn zum Beispiel bei einer Operation oder zur Behandlung von Krebspatienten Blut benötigt wird.

Allein in unserem Regierungsbezirk Arnsberg werden pro Jahr 205 000 Blutspenden gebraucht. Doch die Zahl der Blutspender geht stetig zurück, es wird immer schwerer, den Bedarf zu decken.

„Es tut wirklich nicht weh. Ein Piks, mehr nicht“, erklärt Brigitte Schmahl. Sie ist Mitverantwortliche beim Blutspendedienst des Hohenlimburger Deutschen Roten Kreuzes und weiß, wovon sie spricht: „Wer sich dafür entscheidet Blut zu spenden, muss keine Angst haben.“

Medizinisches Fachpersonal

Das Setzen der Nadel wird von medizinischem Personal durchgeführt. Der Spender wird während und auch nach der Spende von ausgebildeten Fachkräften beobachtet. „Wer 18 Jahre alt und gesund ist, darf spenden“, erzählt Brigitte Schmahl.

Es werden zunächst drei Laborröhrchen für die Blutuntersuchungen und 500 ml Blut als Spende abgenommen. Diese erfolgt dem Check und wird nur durchgeführt, wenn ihr gesund und zum Spenden geeignet seid. „Wir achten außerdem darauf, dass jeder vor der Entnahme gut gegessen und viel getrunken hat“, beschreibt Brigitte Schmahl einen Spendertag. „Die Spender müssen einen Fragebogen bezüglich ihrer Gesundheit ausfüllen, mit einem Arzt sprechen und es werden die Eisenwerte im Blut und der Blutdruck gemessen.“

Nach der Spende, die zwischen fünf und zehn Minuten dauert, ruht ihr euch aus und dürft euch anschließend über eine üppige Mahlzeit und warme und kalte Getränke freuen. „Bei uns muss keiner mit Hunger und Durst nach Hause gehen. Das ist unser Dank an die Spender und natürlich auch unsere Vorsichtsmaßnahme, dass sie auch tatsächlich nach dem Spenden essen und trinken. Das ist wichtig für den Körper“, erläutert Brigitte Schmahl..

Wer nichts isst, kann die Welt ansonsten im schlimmsten Fall vom Fußboden betrachten. „Es könnte zu Kreislaufproblemen kommen“, warnt sie. „Das passiert sehr, sehr selten. Doch im Fall der Fälle sind wir mit dem geschulten Personal sofort zur Stelle.“

Blut ist kostbar und rettet Leben. Keiner weiß, ob er nicht irgendwann selbst auf eine Spende angewiesen ist. Spenden könnt ihr in verschiedenen Spendenzentren, wobei ihr beim DRK unentgeltlich spendet, aber gleichzeitig zwei gute Taten vollbringt. Ihr helft kranken Menschen.

Personalausweis nicht vergessen

Mit eurem Blut wird sorgsam umgegangen. Es wird in einzelne Bestandteile getrennt, so dass die Empfänger nur das bekommen, was sie benötigen.

Es wird untersucht und ihr erfahrt eure Blutgruppe. Im Falle einer Erkrankung werdet ihr informiert .

Neugierig geworden? Dann könnt ihr am Rosenmontag zur Jahnstraße 17 kommen und beim DRK von 16 Uhr bis 19 Uhr Blut spenden. Denkt an euren Personalausweis, esst und trinkt genug und es kann nichts passieren.