„Ein guter Tag für Hohenlimburg“

Hell und freundlich ist die neue Stadtteilbücherei an der Stennertstraße, die gestern eröffnet wurde.
Hell und freundlich ist die neue Stadtteilbücherei an der Stennertstraße, die gestern eröffnet wurde.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Hell, freundlich und zentral. So präsentierte sich gestern die Stadtteilbücherei. Am neuen Standort an der Stennertstraße.

„Das ist ein guter Tag“, freute sich deshalb die Erste Beigeordnete der Stadt Hagen, Margarita Kaufmann. Schließlich war es lange Zeit ungewiss, wo und wann die Hohenlimburger Stadtteilbücherei öffnen werde.

Das Spardiktat ist für die Stadt Hagen gewaltig. Und deshalb war der kostenintensive Luxus-Büchereitempel am Langenkamp nicht mehr zu halten. „Wir sparen in Hohenlimburg jetzt Jahr für Jahr 96 000 Euro“, deckte Margarita Kaufmann die Karten auf. Hinzu kommen, angesichts einer abgespeckten Mitarbeiterzahl, zusätzliche Personalkosten.

Darunter muss das Angebot jedoch nicht leiden, schließlich springen die ehrenamtlichen Helfer des Fördervereins HohenlimBuch in die Bresche.

Start gestern vielversprechend

Der erste Tag begann gestern vielversprechend, wie Andreas Ringenberg, Leiter der Stadtteilbücherei, versicherte. Offensichtlich war bei den Hohenlimburgern der Appetit aufs neue Lesefutter groß. Bekanntlich hatte die Bücherei, damit der Umzug reibungslos erfolgen konnte, bereits am 8. Dezember die Türen am Langenkamp geschlossen.

Danach mussten, mit fachlicher Unterstützung eines Duisburger Umzugunternehmens, rund 20000 Medien, Regale und Schreibtische zur Stennertstraße gebracht, aufgebaut und eingeräumt werden. Deshalb dankte Andrea Steffes (Büchereileiterin) dem Team um Andreas Ringenberg für die geleistete „enorme Arbeit“.

Fläche nur noch 430 Quadratmeter

Verhalten optimistisch zeigte sich gestern Horst Witthüser, Vorsitzender des Fördervereins HohenlimBuch, angesichts des neuen Standortes, der mit rund 430 Quadratmetern nur halb so groß ist wie der alte. Ob die HohenlimBuch-Angebote wie bisher stattfinden können, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen. Dazu gehören das Lesecafé, die Autorenlesungen und auch die Kinderveranstaltungen. Die von HohenlimBuch geleistete Hausaufgabenbetreuung ist zwischenzeitlich, wie berichtet, ins reformierte Gemeindehaus verlegt worden. „Wir werden deshalb gewisse Dinge im Förderverein neu organisieren müssen“, so Witthüser, der nicht verhehlte, zu Beginn der Diskussion über einen neuen Büchereistandort durchaus Bauchschmerzen gehabt zu haben.

Möglicherweise werden sich die neuen Nachbarn jedoch ergänzen, sich die Besucherzahlen somit erhöhen. Dass in Zukunft deshalb auch Sparbücher ausgeliehen werden, wollten gestern weder Arnd Großmann (Sparkasse) noch Margarita Kaufmann (Stadt Hagen) oder Horst Witthüser (Förderverein) bestätigen.