Ein günstiges Jahr für Hagens Familie Mustermann

Hagens Familie Mustermann muss im moderaten Maße mehr bezahlen.
Hagens Familie Mustermann muss im moderaten Maße mehr bezahlen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Um wie viel tiefer muss die Hagener Durchschnittsfamilie in diesem neuen Jahr in die Tasche greifen? Die Stadtredaktion hat nachgerechnet.

Hagen.. Um wie viel tiefer muss die Hagener Durchschnittsfamilie in diesem neuen Jahr in die Tasche greifen? Die Stadtredaktion hat nachgerechnet und dabei alle Steuern, Gebühren und Preise im Blick, über die bei uns vor Ort in Hagen entschieden wird. Unsere Grundfrage lautet auch diesmal: Wieviel muss die Familie Mustermann am 1. Januar 2015 mehr bezahlen als genau ein Jahr zuvor? Überregionale Kosten wie Sozialabgaben oder Benzinpreise gehören nicht in die Rechnung. Das Fazit vorweg: Es wird nach jetzigem Stand ein gutes Jahr für die Familie Mustermann. Die kommunalen Belastungen sind sehr moderat.

Unsere Hagener Familie Mustermann besteht aus vier Personen: Heiko und Anke Mustermann mit Sohn Peter, der Auszubildender ist und Tochter Silke, die sich noch in der Unter-Dreijährigen-Betreuung im Kindergarten befindet. Die Mustermanns haben ein Haus mit Gasheizung und Hund Bello. Sohn Peter braucht eine Bus-Monatsfahrkarte und die Mustermanns legen Wert auf Bildung und Kultur.

Grundsteuer

Die Grundsteuer bleibt unverändert. Das heißt, die Mustermanns zahlen für Haus und Grundstück weiter 750 Euro.

Strom

Die Mustermanns sind Enervie-Kunden. In den letzten Monaten ist viel über die Erhöhung der Netzentgelte diskutiert worden. Doch vorerst treffen diese die Privatkunden nicht. Die Strompreise bleiben konstant. Die Mustermanns zahlen für 3500 Kilowattstunden weiterhin 1059,50 Euro im Jahr.

Gas

Wie im vergangenen Jahr steht keine Erhöhung bei den Gaspreisen der Enervie an. Die Mustermanns zahlen für 10.000 Kilowattstunden weiterhin 797,10 Euro.

Wasser/Abwasser

Auch über die Wasserversorgung in Hagen und die Auswirkungen auf die Preise ist viel diskutiert worden. Doch für dieses Jahr gilt: Es gibt keine Veränderungen. Die Gebühr für das Schmutzwasser bleibt konstant. Die Mustermanns zahlen weiter 2,51 Euro pro Kubikmeter, also 313,75 Euro im Jahr. Geringfügig billiger wird dagegen die Niederschlagswassergebühr: Von 1,10 Euro auf 1,07 Euro pro Quadratmeter. Bei 100 Quadratmetern befestigter Fläche sind dies 107 Euro pro Jahr und damit 3 Euro weniger als im Vorjahr.

Abfall

Die Müllabfuhrkosten bleiben konstant: Für die 60-Liter-Tonne werden 202,80 Euro fällig.

Busfahrkarte

Das Young Ticket von Sohn Peter wird in diesem Jahr wieder teurer: 46,31 Euro muss er jetzt pro Monat zahlen. Das sind 1,70 Euro pro Monat mehr (20,40 Euro/Jahr).

Hundesteuer

Im vergangenen Jahr war sie ein Reizthema, doch diesmal bleibt die Hundesteuer konstant: Bello kostet weiter 180 Euro im Jahr.

Bäder

Die Mustermanns gönnen sich gerne am Wochenende einen Tag im Westfalenbad und zahlen dafür nach wie vor 28,10 Euro.

Kita

Die Kosten für die Kinderbetreuung bleiben ebenfalls konstant: Für 35 Stunden in der U-3-Betreuung zahlen die Mustermanns bei 50.0000 Euro Jahreseinkommen weiterhin 230 Euro im Monat.

Kultur/Bildung

Die gute Nachricht: Die Gebühren für Silkes musikalische Früherziehung in der Musikschule und Ankes Spanischkurs bei der VHS bleiben gleich. Teurer wird hingegen der Familienausweis in der Stadtbücherei: 20 Euro statt bislang 15 Euro müssen die Mustermanns pro Jahr zahlen. Und auch der Theaterbesuch wird teurer: Fünf bis zehn Prozent teurer sind die Tickets im Schnitt. Anke hat ein Premieren-Abo im Stadttheater: Bislang zahlte sie 171,60 Euro, jetzt sind es 189 Euro, also 17,40 Euro mehr.

Parken

Das Anwohnerparken bleibt für Mustermanns konstant. Sie zahlen weiter 30,70 Euro/Jahr.

Gesamtrechnung

Unterm Strich steigen die Hagen-Kosten für Familie Mustermann um 39,80 Euro im Jahr oder monatlich um 3,32 Euro. Im vergangenen Jahr waren es noch 137,20 Euro.