Ein Fleckchen Urlaubsidyll verschwindet

Salvatore und Pina Fisicaro schließen in Kürze ihre Trattoria „Il Cortile" in der Goldbergstraße.
Salvatore und Pina Fisicaro schließen in Kürze ihre Trattoria „Il Cortile" in der Goldbergstraße.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Bewegung in der Gastro-Szene: Die gemütliche Trattoria „Il Cortile“ mit dem idyllischen Innenhof schließt in Kürze. Neu am Start sind hingegen das Ristorante Peperoncino und die Burger-Kneipe Herr Müller.

Hagen-Mitte.. Ein „Fleckchen Urlaub“ verschwindet aus der ­Innenstadt: Die gemütliche ­Trattoria „Il Cortile“ in der Goldbergstraße 14 schließt in Kürze. Fünf Jahre zog das kleine italienische Restaurant aufgrund seines idyllischen Innenhofes zahlreiche (Stamm)-Gäste an. „Man fühlt sich wie auf einem winzigen Platz mitten in der Toskana“, so die einhellige Meinung etlicher Besucher. Und auch das Betreiber-Paar Salvatore und ­Pina Fisicaro schwärmt: „Ja, die Atmosphäre hier im geschützten Hof ist ­einmalig.“

Doch der Fünf-Jahres-Pachtvertrag läuft demnächst aus; außerdem plant der Besitzer des Immobilienkomplexes, am Gebäudetrakt gegenüber des Restaurants einen Balkon anzubringen, der Teile der Terrasse überdecken wird. Daher geben die gebürtigen Sizilianer ihr charmantes Ristorante, das sie im Sommer 2010 eröffnet haben (in den versteckt liegenden Räumlichkeiten befand sich vorher ein Weinhandel) schweren Herzens auf.

Das beliebte Gastro-Ehepaar, das ab Ende der 1990er Jahre die heimelige „Trattoria da Elisa“ am Ende der Kamp­straße geführt hatte, wird Hagen wohl in Kürze beruflich den Rücken kehren und wahrscheinlich in Herdecke ein Restaurant eröffnen.

Ein kurzes Gastspiel

Ortswechsel – 100 Meter weiter: In der Kampstraße 29, wo bis vor zwei Monaten die griechische ­Taverne „Kouros“ ein kurzes Gastspiel gab, hat vor wenigen ­Tagen das „Ristorante Peperoncino“ eröffnet. Die Betreiber Piero Tortorici und ­Anna ­Oliveri dürften zahlreichen Hagenern nicht unbekannt sein: Die sympathischen Italiener haben u.a. bereits im „Schiffswinkel“ in Her­decke sowie in der „Arti­schocke“ bei Elbers gewirbelt.

„,Peperoncino’ bedeutet kleine Chilischote“, erläutert Piero Tortorici und betont, dass sie auch Gerichte aus den verschiedenen Regionen Italiens anbieten würden, „und natürlich saisonale Küche sowie ­modern-raffinierte Gerichte“.

Raffinierte Köstlichkeiten

Ein Beispiel für raffinierte Köstlichkeiten? „Bresaola-Röllchen mit ­Ricotta und Rucola gefüllt. Das gerollte, luftgetrocknete Rindfleisch ist ganz fein und leicht“, verspricht Anna Oliveri. Im Restaurant, das auch eine kleine Mittagskarte sowie Catering anbietet, finden 30 Gäste Platz, auf der Holz-Terrasse vor dem Haus etwa 20 Besucher. Das „Peperoncino“ hat montags bis samstags von 12 bis 14.30 Uhr und von 17.30 bis 23 Uhr geöffnet (außer dienstags – da ist Ruhetag), außerdem hält sich das Küchen- und Serviceteam sonntags von 17.30 bis 22 Uhr für die Gäste parat.

Und ein weiterer Ortswechsel steht an – nun es geht auf die ­Springe: „Herr Müller“ heißt der neue ­Gastro-Betrieb, der das noch bis vor kurzem im Cinestar-Komplex beheimatete Restaurant ­„Louisiana“ abgelöst hat.

Kneipe und Burger

Der Zusatz „Kneipe und Burger“ klärt auf, um was es im „Herr ­Müller“ geht: „Bei uns gibt’s Burger, Spareribs, Chickenwings, Pizza, Cocktails und vieles mehr“, erläutert André Copic, der mit seinem Bruder Dusco und einer Betreibergesellschaft das Restaurant im Kino führt. Das Brüder-Gespann, das 26 Jahre den traditionsreichen Sportlertreff „Feuervogel“ in der Bahnhofstraße und später vier Jahre die Kneipe „Feuervogel 2.0“ auf dem ­Elbersgelände betrieben hat, setzt weniger auf Kinopublikum als auf Stammgäste. „Viele unserer ,alten’ Gäste von früher waren in den ­letzten Tagen schon hier“, freut sich André Copic.

Was sich hinter dem Namen „Herr Müller“ verbirgt? „Unser ­Vater war Kroate, unsere Mutter Deutsche. Sie hieß mit Mädchen­namen Müller – Helga Müller“, erläutert der Gastwirt. Einen Zehn-Jahres-Vertrag habe man für den Gastro-Betrieb unterschrieben, und es seien auch einige Umbauarbeiten vorgenommen worden.

Freier Blick auf die Volme

Ohne Zweifel ein Gewinn für die Kneipe auf der Springe: In der oberen Etage wurden die früher durch Bretter verdunkelten Fenster freigelegt. Nun haben die Gäste, die an den Hochtischen Platz nehmen, einen freien Blick auf die Volme. Und das hat was . . .