Ein Eldorado für Freunde des Modellbaus

Stefan Langhammer ist stolz auf seinen ferngesteuerten  „Shortcourse“. Den Wettbewerbs-Rennwagen in Mini-Format können Besucher des Freilichtmuseums ebenso bewundern wie Schiffs- oder Flugzeugmodelle.Foto:Yvonne Hinz
Stefan Langhammer ist stolz auf seinen ferngesteuerten „Shortcourse“. Den Wettbewerbs-Rennwagen in Mini-Format können Besucher des Freilichtmuseums ebenso bewundern wie Schiffs- oder Flugzeugmodelle.Foto:Yvonne Hinz

Hagen-Selbecke.. Schiffs- und (Wasser-) Flugzeugmodelle locken zum Sensenhammerteich im mittleren Museumsbereich, Auto- und Truckmodelle werden vor der Gastronomie „Museumsterrassen" aufgebaut. „Wir erwarten jede Menge Besucher zu unserem Modellbautag. Klar, bei dem Top-Wetter“, strahlt Uta Wenning-Kuschel. Die Sprecherin des Freilichtmuseums rechnet zurück: „Seit fünf Jahren laden wir jeweils im Sommer Mitglieder von Modellbauclubs ein, auf unserem Areal auszustellen. Und es melden sich auch immer mehr individuelle Teilnehmer an.“ Neben der Detailtreue sei bei den Modellen beson­ders eine funktionstüchtige Leichtbaukonstruktion gefragt.

Am kommenden Sonntag, 5. Juli, von 11 bis 17 Uhr geht es jedoch nicht nur ums Bewundern und Fachsimpeln, sondern auch ums Selbststeuern und Ausprobieren.

Quattro-Copter mit Kamera

Thomas Schulze rückt zum Beispiel mit seinem Multicopter in der Selbecke an. Der gelernte Handwerker ist hobbymäßig Mitglied im LSG-Iserlohn und lässt seinen Quattro-Copter am Sonntag über dem Sensenhammerteich kreisen. „Mein Modell, ausgestattet mit einer 4-K-Kamera, hat 3200 Euro gekostet und gehört schon zur Profiliga“, erzählt Schulze, der mit seinem handgesteuerten Sichtflugzeug schon Schulprojekte begleitet hat und mit diesem Landschaftsbilder aus der Luft aufnimmt. Den Unterschied zwischen seinem Multicopter und einer Drohne beschreibt der Modellbau-Freund mit einfachen Worten: „Eine Drohne fliegt nach GPS-Daten und ist selbststeuernd.“

Auch Stefan Langhammer ist am Sonntag wieder mit seinem „Shortcourse“ dabei. „Der kleine Wettbewerbs-Rennwagen fährt in der Spitze 60 Stundenkilometer und ist mit einer Kamera ausgestattet“, erläutert der Hagener. Per Funk werden die aufgezeichneten Bilder auf eine Spezialbrille übertragen, „wer die Brille trägt, hat automatisch die Sicht des Fahrers“. Am Sonntag können sich Besucher besagte ­Brille aufsetzen und so selbst zum (Modell-)Rennfahrer werden. „Ich arbeite im Westfalia-Werkzeug-Markt in der Modellbauabteilung und bin Mitglied im Westfalia-Racing-Team“, erzählt Langhammer. Der Verein zähle 27 Mitglieder, „Beschäftige, Kunden und Modellbau-Fans“.