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Stadtentwicklung

Ein bisschen Paris gibt's auch in Wehringhausen

13.01.2008 | 16:54 Uhr
Ein bisschen Paris gibt's auch in Wehringhausen

Paris und Wehringhausen. Zwei Orte, die etwas gemeinsam haben. Was genau, wurde am Samstag (12. Januar) in der AWo-Begegnungsstätte in Wehringhausen erläutert.

Der Rat der Stadt hatte (die WP berichtete) ein Entwicklungskonzept für den Stadtteil in Auftrag gegeben. Diplom-Geografin Bettina Gringel erarbeitete daraufhin ein Papier mit dem Leitbild „Klein Paris - Hagen-Wehringhausen”, aus dem sie Ergebnisse vorstellte. Wehringhausen beschreibt sie darin als ein Quartier mit Potenzial: „Urbanes Flair, Künstler und Kreative, wie es für Paris und seine Viertel typisch ist, gibt es auch hier.

Vor vielen Gästen präsentierte die Dipl.-Geografin ihr umfangreiches Konzept, auf dessen Grundlage die Aufnahme in das Stadtentwicklungsprogramm „Soziale Stadt NRW” des Landes beantragt werden kann. Eine Chance gefördert zu werden haben nur Stadtteile, in denen es Benachteiligungen gibt, so wie in Wehringhausen. Laut Reinhard Goldbach vom Fachbereich Jugend und Soziales leide der Stadtteil u. a. unter Einwohnerverlust und einer hohen Leerstandsquote. Um das Konzept zu entwickeln, das u. a. auf Faktoren wie Demographie und Wohnsituation eingeht, waren auch die Einwohner von Wehringhausen gefordert. Sie konnten sich in den vergangenen Wochen in drei Workshops betätigen und ihre Meinungen über Wehringhausen einbringen, die in das Konzept integriert wurden. Die Beteiligung der Anwohner sei wichtig, so Bettina Gringel, um Schwächen und Stärken des Stadtteils herausstellen zu können. Zu letzteren gehören nach Ansicht der Anwohner   die Lange Straße und das Kulturzentrum Pelmke.

„Im gesamtstädtischen Vergleich ist Wehringhausen ein junger Stadtteil”, erläuterte Goldbach. Deshalb sehe das Konzept vor, dass sich das Quartier als lebendig-urbaner, junger, kulturell-vielfältiger Stadtteil entwickele. Um dies zu erreichen, gelte es, die Händlergemeinschaft zu stärken, Parkkonzepte und eine öffentliche Grünfläche zu schaffen sowie Hauseigentümer bei Sanierungen zu unterstützen, um die Investitionsbereitschaft zu erhöhen.

„Das ganze Konzept lebt von der Hoffnung. Da ist sehr viel Entgegenkommen der Eigentümer notwendig”, meinte Anwohner Manfred Kroll. Ob Wehringhausen als Stadtteil in das Landesprogramm aufgenommen wird und insgesamt acht bis zehn Millionen Euro Unterstützung erhält, entscheidet sich wahrscheinlich im April. Roland Goldbach ist optimistisch: „Mit Altenhagen sind wir schon im Programm drin. Ich sehe gute Chancen für eine Aufnahme.”

Vanessa Wehling (Text) und Michael Kleinrensing (Fotos)

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