Eigenständig bestimmen bis zum Schluss

Hohenlimburg..  Mit dem Gedanken, schwer zu erkranken oder gar zu sterben, setzt sich niemand gerne auseinander. Eine unheilbare Krankheit oder einen schweren Unfall kann jedoch jeden Menschen unvorhergesehen treffen. Im schlimmsten Fall ist ein Patient nicht mehr in der Lage, selbst über lebenserhaltende Maßnahmen zu entscheiden.

Cafeteria des Krankenhauses

Doch wer wird dann über die weitere medizinische Versorgung bestimmen? Um dieses sensible Thema geht es am Dienstag, 13. Januar, 19 Uhr, in einer Info-Veranstaltung in der Cafeteria des evangelischen Krankenhauses Elsey.

Unter dem Titel „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ sollen Patienten und Interessierte auf diese schwierige Situation vorbereitet werden. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Der mündige Patient“ informiert Professor Dr. Georg Plasger, Vorsitzender des Ethik-Forums der Diakonie in Südwestfalen, unter anderem über die wichtigsten Punkte, die beim Verfassen einer solchen Verfügung zu beachten sind.

Kann sich ein Patient selbst nicht mehr äußern, stehen Angehörige und Ärzte häufig vor der schwierigen Frage, wie weit sie gehen sollen, um ihn am Leben zu erhalten.

Wer rechtzeitig Vorsorge in Form einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht trifft, der bewahrt sich auch in dieser Grenzsituation die Möglichkeit, selbst über sein Leben zu bestimmen. Das entlastet auch die Angehörigen.

Unter der Leitung von Professor Plasger wurde aktuell ein Leitfaden entwickelt, der es erleichtert, eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht zu verfassen. Diese Broschüre können sich die Teilnehmer als Hilfe im Anschluss des Vortrages mit nach Hause nehmen.

Eine Anmeldung zu der kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.