Wandern für die Andern
Durch Schnee und Matsch für den guten Zweck
14.03.2010 | 17:15 Uhr 2010-03-14T17:15:00+0100Breckerfeld. Sie sind wirkliche Helden, die Mitglieder des ökumenischen Arbeitskreises Dritte Welt, die am Sonntag im Rahmen der Local-Heroes-Woche mehr als 280 Wanderer bei der Aktion „Wandern für die Andern” auf die Strecken schickten.
Nach einer ökumenischen Andacht mit Sabine Portmann von Brot für die Welt und Wilhelm Nölting von Misereor begrüßte Erich Korntheuer die Wanderer, die im Vorfeld auf Listen die Spenden vieler Menschen gesammelt hatten, in der Hauptschule, um sie für die Aktion „Holt die Kinder in Indien aus den Steinbrüchen” auf die 10 bis 15 Kilometer langen Strecken zu schicken. Bürgermeister Baumann dankte dem Arbeitskreis Dritte Welt für seine Arbeit seit 1986 und die Wanderaktionen seit 1990: „Sie haben die Grenzen der eigenen Kirche überschritten, um den Gedanken der Einen Welt durch Bewusstseinsbildung und Hilfe in Projekten für die Ärmsten der Armen voranzubringen.”
Rutschige Wege
Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt führten die Wegstrecken durch die verschneite Landschaft mit rutschigen Feld- und Waldwegen an den Hängen südlich Brauck und Brenscheid ins Tal von Steinbach und Ennepe und auf dem historischen Jakobsweg zurück über Weuste, Kotten und Kückelhausen zum Schulzentrum. In Kückelhausen hatte der Verein Stadtmarketing eine Wanderhütte als Stempelstelle aufgestellt. Da sie transportabel ist, wird sie demnächst ihren endgültigen Standort als Schutzhütte am Jakobsweg in Rafflenbeul erhalten.
Indische Tees und Spezialitäten
Am Ziel versorgten die Schüler der Hauptschule im Rahmen ihrer Projektwoche die Wanderer mit indischen Tees und Spezialitäten. Dazu gab es Deftiges vom Arbeitskreis Dritte Welt. Vor der Schule demonstrierten Schüler mit Schlagbohrer, Meißel und Vorschlaghammer, wie die Kinderarbeit in Indien aussieht. Dazu boten sie indische Mode und indische Tänze sowie Informationen an.
Am Ende des Tages zog Margarete Janßen Bilanz: „Am Abend hatten wir 10 500 Euro in der Kasse. Überweisungen von rund 500 Euro stehen noch aus. Dazu kommen noch 910 Euro aus dem Erlös der Projektwoche an der Hauptschule.” Am Ende rechne man mit rund 12 000 Euro und habe die Schallmauer von 200.000 Euro im 20. Jahr der Aktion durchbrochen.
Was sie noch nicht weiß: Hinzu kommt noch der Erlös des Chorkonzertes vom MGV Bergeshöh Zurstraße. Dies kündigte Günter Hahn am Samstag an.
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