Dunkle Wolken überdecken den Frohsinn

Fröhlich ging es am Dienstagnachmittag bei der Karnevalfeier des deutschen Hausfrauenbundes zu.
Fröhlich ging es am Dienstagnachmittag bei der Karnevalfeier des deutschen Hausfrauenbundes zu.
Foto: WP

Hohenlimburg..  „Was ist schon Mainz, was ist Köln? In Hohenlimburg, hier bei den Frauen des DHB, da wird richtig Karneval gefeiert“, so ein spritziger und gut aufgelegter DJ „Mambo“, der den Hausfrauen mit seinen Schlagern richtig einheizte.

Doch bevor so richtig die „Post abging“, zogen während des zuvor stattfindenden offiziellen Teils der Jahreshauptversammlung dunkele Wolken auf. DHB-Vorsitzende Rebecca Rekrut erklärte nämlich nach ihrem positiven Bericht über das zurückliegende Jahr, dass sie im nächsten Jahr aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stehen werde.

Mit Betroffenheit nahmen ihre Mitglieder dieses zur Kenntnis. „Wenn wir keine Nachfolgerin oder Nachfolger für mich finden, dann wird mit Ablauf des Jahres 2016 der Hohenlimburger Hausfrauenbund nach der Satzung der übergeordneten Verbände aufgelöst.“

Das wäre, so die Meinung der Teilnehmer, mehr als Schade, denn der Hohenlimburger Hausfrauenbund ist mit seinen derzeitig 275 Mitgliedern nach Dortmund, der an Mitgliedern stärkste Verband.

Nicht genug, dass die 1. Vorsitzende aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidieren wird, auch die Schatzmeisterin Sigrid Springob, die einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen konnte, wird im nächsten Februar auch aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch darüber herrschte in der Versammlung tiefe Betroffenheit. „Wie dem auch sei. Nach nur 28 Minuten schließe ich die Jahreshauptversammlung“, so Rebecca Rekrut, nachdem der Vorstand einstimmig entlastet worden war.

Doch dann ging die Post ab. Alle Damen waren auf das Feinste verkleidet! Dabei ließen sie ihrer Fantasie freien Lauf.

Die besten Kostüme, putzige Iren mit grünen Kappen und langen Bärten, zwei Musketiere, Indianer, Seeleute und viele andere Charaktere feierten ausgelassen nach Klängen von DJ Mambo. Dabei war weniger Helene Fischer gefragt, mehr Andrea Berg. Eine Polonaise jagte die andere. Es wurde aber nicht nur getanzt. Der komplette Vorstand, „gekleidet“ im blauen Müllsack und mit einer Einkaufstüte auf dem Kopf, sang nach der Melodie „Auf der schwäbschen Eisenbahn“ –„Heut sind wir auf zack, heute kommen wir im Sack…“.

Lachtränen und Raketen

Freude pur, Lachtränen und anschließend die erste Rakete.

Einmal mehr entpuppten sich Rebecca Rekrut und Waltraud Störing als Büttenrednerinnen mit schelmischem Hintergrund. Zunächst als Putzfrauen verkleidet. Als Frau Sobotka und Frau Hawlischek mit fremdländischen Dialekt. Da blieb kein Auge trocken.

Die Nachwuchs-Tanzgarde des Elseyer Turnvereins, bestehend aus sieben Eleven im Alter von sieben und neun Jahren, legten eine tolle Bühnenshow hin. Sie kamen deshalb ohne Zugabe nicht von der Bühne. Auch hier war eine Rakete fällig!

Ein im wahren Sinne des Wortes toller Tag. Es geht auch ohne Verpflichtung „hochkarätiger Karnevalisten“.