Dümmer als die Polizei erlaubt

Hagen-Mitte..  Mit einem kuriosen Fall bekam es die Bundespolizei am Donnerstagmittag am Hagener Hauptbahnhof zu tun. Gegen 13.45 Uhr stellte sich ein 30-jährige Hagener auf der Wache vor und erklärte den Beamten, verprügelt worden zu sein. Weil er sich dabei in Widersprüche verstrickte, überprüften die Einsatzkräfte den Mann.

Dabei fanden sie neben einem verbotenen Einhandmesser, eine in einen Folienbeutel verpackte weiße Substanz. Weil alle durchgeführten Drogenschnelltests negativ verliefen, befragten die Bundespolizisten den Hagener, was es mit dem Pulver auf sich hatte.

Wirre Geschichte

Die Geschichte, die der Hagener dann erzählte, brachte die Bundespolizisten zum Schmunzeln: Nach Angaben des Hageners hatte ein Bekannter ihm seine EC-Karte samt PIN-Nummer übergeben. Damit sollte er Geld abheben um Betäubungsmittel zu besorgen.

Weil er das abgeholte Geld in Höhe von 50 Euro jedoch anderweitig ausgegeben hatte, kam er auf die Idee, seinem Bekannten zerkleinerte Kopfschmerztabletten als Täuschung für Amphetamine zu übergeben. Die Bundespolizisten stellten die pulverisierten Tabletten, das Einhandmesser und die fremde EC-Karte sicher.

Gegen den bereits wegen zahlreicher Diebstahls- und Betrugsdelikten polizeibekannten 30-Jährigen wurde zunächst ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Betrugs und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.