Dreister Spanner filmt nackte Frauen unter der Dusche

Ein Mann soll in einem Fitnessstudio in Hagen-Wehringhausen in der Damendusche ein Video gedreht haben
Ein Mann soll in einem Fitnessstudio in Hagen-Wehringhausen in der Damendusche ein Video gedreht haben
Foto: imago stock&people
Was wir bereits wissen
Ein 27-Jähriger soll in einem Hagener Fitnesstudio in der Damendusche ein Video gedreht haben. Er war als Aufsicht im Trainingsbereich angestellt.

Hagen-Wehringhausen.. Eine Kundin eines Fitness-Centers hat am Samstag einen Spanner überführt. Der Mann, der als Aufsicht in dem Wehringhauser Studio arbeitet, hatte wohl heimlich ein Video in der Damendusche gedreht. Dazu soll der 27 Jahre alte Verdächtige sein Mobiltelefon so positioniert haben, dass es Filmaufnahmen der nackten Damen machte.

Video-Dateien gesichtet

Eine 19-jährige Frau hatte gegen 23.30 Uhr das Smartphone entdeckt. In der Dusche gibt es einen Sanitärschacht. Dieser stand zur fraglichen Zeit wohl zur Hälfte offen. Und darin war das Smartphone versteckt. Sie nahm es an sich. Als sie die Video-Dateien sichtete, sah sie Aufnahmen von sich sowie einer zweiten Frau und löschte zunächst spontan die Datei.

Anhand eines Fotos im Bilderspeicher konnte sie das Telefon dem Verdächtigen zuordnen. Als der sie wenig später beim Verlassen des Fitness-Centers ansprach, lief sie in Panik zu ihrem Auto, verriegelte die Türen und rief die Polizei.

Polizisten setzen Reizgas ein

Beim Eintreffen des Streifenwagens gab sich der 27-Jährige unaufgefordert den Beamten als Täter zu erkennen. Die Polizisten stellten vorsorglich zur Wiederherstellung des Beweismaterials das Handy sicher.

Polizei Zwischenzeitlich kam der 22 Jahre alte Freund der Geschädigten, der ebenfalls in dem Center trainiert hatte, hinzu. Als er von dem Sachverhalt erfuhr, geriet er so sehr in Rage, dass er sich vor dem Beschuldigten aufbaute und diesen Angreifen wollte. Nur durch den Einsatz von Reizgas konnten die Polizeibeamten die Attacke zu verhindern.

Ermittlungsverfahren gegen „Filmemacher“

Im Polizeigewahrsam erhielt der junge Mann die Gelegenheit, sich die brennenden Augen auszuspülen. Als er sich beruhigt hatte, konnte er entlassen werden.

Gegen den „Filmemacher“ wird ein Ermittlungsverfahren wegen der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen eingeleitet. (we)