Dramatik pur bei Konferenz

Hat Fußball-Bundesligist Hamburger SV jetzt den sportlichen Abstieg verdient oder nicht? Egal, was für Aussagen getroffen werden. Als mitleidender Fan hoffe ich natürlich, dass sie im Oberhaus bleiben. Für einen Mannschaftssportler ist ein Abstieg einer der bittersten Momente.


Und so habe ich am Samstag auch gelitten. Im Fernsehen lief die Konferenz. Eigentlich wäre es mir lieber gewesen, nur Hamburg gegen Schalke zu sehen, aber es kam ja auch auf die anderen Teams an.


Eigentlich spielten erst alle für den Hamburger SV – nur die Hamburger selbst nicht. Paderborn führte gegen Stuttgart, Hannover lag gegen Freiburg vorn. Nur in Hamburg herrschte eine Nullnummer. Bei Stuttgarts Ausgleich war die Welt auch noch in Ordnung.


Dann trafen Olic und Rajkovic für meinen HSV, die ersten Steine plumpsten. Hamburg war bis zur 72. Minute erstklassig – ehe der VfB Stuttgart das 2:1 gegen Paderborn erzielte.


Relegation – wenigstens ein Teilerfolg. Aber auch die war ja noch nicht sicher. In der 84. Minute brüllte der Kommentator „Tor in Hannover“. „Das kann doch nur der Ausgleich sein“, dachte ich und war mit den Nerven am Ende. Pustekuchen – es war das 2:0 für Hannover. Es ging am Ende 2:1 aus, und der HSV muss bzw. darf in die Relegation.


Also noch zweimal hoffen, bangen und Betablocker einwerfen...