Dortmund erlebt Boom bei Neubürgern

Dortmund..  Dortmund erlebt einen kleinen Bevölkerungsboom: Im vierten Jahr in Folge ist die Einwohnerzahl gestiegen. Ende 2014 lebten hier 589 283 Menschen – so viele wie seit 1998 nicht mehr.

Die Zahlen stammen von den städtischen Statistikern. Da die zugrunde liegenden Zu- und Abwanderungen sowie Geburten und Sterbefälle zurzeit nur bis einschließlich Oktober letzten Jahres vorliegen, sind noch keine genauen Aussagen dazu möglich, worauf diese Entwicklung zurückzuführen ist.

Es deutet sich aber an, dass sowohl die Geburten- als auch die Sterbefallzahlen sich günstiger entwickelt haben als im Vorjahr. Die Geburten dürften bei rund 5200 liegen, die Todesfälle unter 6700. Der Saldo könnte so von rund minus 2000 in den Vorjahren auf weniger als minus 1500 zurückgegangen sein. Gleichzeitig sind noch deutlicher als in den Vorjahren mehr Menschen (36 000) nach Dortmund gezogen als von hier weggezogen (30 000).

Starke Zuwanderung

Dieses große Plus wird stark von der Zuwanderung aus Südosteuropa beeinflusst. Die Zahl der Personen mit rumänischem Pass ist um 1639 auf 4109 gestiegen, die Zahl der Personen mit bulgarischem Pass um 471 auf 2471. Beim Zustrom von Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien ist ein Plus von 830 zu verzeichnen.

Dortmund bleibt aber auch für die Region interessant: Allein mehr als 6000 Zuzüge entfallen im letzten Jahr auf die Städte und Gemeinden zwischen Herne und Hamm, Werne und Wetter – etwa so viele wie schon im Vorjahr. Ein weiterer Erfolgsfaktor sind die Hochschulen: Im Vergleich zum Wintersemester 2013/2014 sind die Studierendenzahlen um mehr als fünf Prozent gestiegen und liegen jetzt bei der magischen Marke von 50 000.