„Die Nachfrage macht mir Mut“

Antje Selter mit ihrer Gruppe mit Holthauser Bachtal.
Antje Selter mit ihrer Gruppe mit Holthauser Bachtal.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Den sanften Tourismus steigern, um die Region um Hagen und Hohenlimburg attraktiv zu machen und somit aufzuwerten: Das möchte die heimische Geologin und Marketing-Fachfrau Antje Selter schon in den kommenden Monaten erreichen. Einen Anfang dazu hat sie am Sonntag gemacht.


Sie haben zu Muttertag eine vierstündige geologische Exkursion rund um Hohenlimburg angeboten. Wie war die Resonanz?
Antje Selter: Die Resonanz war sehr gut. Wir waren mit 29 Teilnehmern komplett ausgebucht, so dass sich bereits zwei Interessenten für die Exkursion im Oktober angemeldet haben.


Hatten Sie das erwartet?
Ich hatte mit diesem Interesse nicht gerechnet. Heimatkunde ist schwierig zu vermarkten. Aber geologische Themen sind gegenwärtig mehr denn je von Bedeutung für den Menschen. Gleichgültig, ob es sich um Klimaveränderungen auf der Erde, um Geothermie und Fracking oder Baugrund- und Trinkwassergewinnung handelt. Ich habe in den zurückliegenden Jahren ein immer stärker werdendes Interesse an diesen Themen und auch an Heimatkunde registrieren können.


Macht das Mut für weitere Veranstaltungen dieser Art? Welche sind das?
Die Nachfrage macht mir selbstverständlich Mut. Ich werde weitere Exkursionen und nun auch weitere Bustouren anbieten. Im nächsten Monat möchte ich deshalb eine Fortsetzung starten. Nämlich die Geotope im Norden von Hagen zu besuchen. Dort, wo die Entwicklung des rheinischen Schiefergebirges weiter verlief. Dabei sind insbesondere die Kohle-Flöze am Schiffswinkel vom Hengsteysee von Interesse. Zum Abschluss gibt es ein gemeinsames Kaffeetrinken.


Sie möchten sich mit Geotouring stärker in Hohenlimburg engagieren, um damit zur Belebung der Innenstadt beizutragen. Warum tun Sie das?
Ich bin Hagenerin und habe 16 Jahre in Hohenlimburg gewohnt. Und sehe ein riesiges Potenzial bezüglich der Geotope rund um Hohenlimburg für eine landesweite Vermarktung. Dieses fördert den sanften Tourismus. Das erfahre ich durch die holländischen Touristen im Oeger Steinbruch. Die Teilnehmer kommen aus einem Umkreis bis zu 250 Kilometer um Hohenlimburg.


Reicht es, den Blick auf Hohenlimburg zu richten, oder muss man möglicherweise auch in die Nachbarstädte schielen, um dauerhaft Erfolg zu haben?
Es sind weitere geologischen Touren geplant. Dazu gehören die Tour Witten/Bochum und die Tour Essen. Aber auch die Reise nach Kreta steht immer noch auf meinem Programm. Und eine Burgentour ist auch in Planung.


Sie sprechen von Burgentour und somit den Einbezug von Altena. Was macht die Stadt Altena und die dortige Kommunalpolitik besser als Hagen oder Hohenlimburg?
Ich kann nur aus meinen Erfahrungen sprechen, dass in Altena die kommunale Zusammenarbeit besser funktioniert als hier. Das hat dazu geführt, dass die Stadt Altena gegenwärtig aufblüht und sich dort ein positiver Trend entwickelt.